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Schrottplatz eröffnen - diese Voraussetzungen sollten Sie erfüllen

Die Verwertung von Sachen, Bauschutt, Abfällen und Wohlstandmüll ist in Zeiten knapper werdender Rohstoffe zu einem einträglichen Wirtschaftszweig geworden. Viele Menschen überlegen, sich im Bereich Rohstoffrecycling (Schrottplatz, Autoverwertung, IT-Schrott) selbstständig zu machen. Doch einfach ist es nicht, einen Schrottplatz oder eine Autoverwertung zu eröffnen.

Schrott ist ein wertvoller Rohstoff - Verwertung lohnt sich.
Schrott ist ein wertvoller Rohstoff - Verwertung lohnt sich.

Die Rohstoffpreise für Eisen- und Nichteisenmetalle bewegen sich auf dem Weltmarkt auf einem hohen Niveau. Solange die Weltwirtschaft wächst, wird das mit Sicherheit so bleiben. Das gilt auch für die Preise, die für Eisen- und Nichteisenschrott gezahlt werden.

Wie sieht der Betrieb auf einem Schrottplatz aus?

Ein typischer Schrottplatz ist eine Anlage, in der die von Kraftfahrzeugen (Pkw, Lkw) angelieferten Eisen- und Nichteisenmetalle (Edelstahl, Eisen, Guss, Aluminium und Kupfer) entgegengenommen werden.

  • Die Materialien werden von Ihnen und Ihren Mitarbeitern nach Fraktionen zuerst getrennt. Die Lagerung erfolgt in Containern, bis sie zu Metallhütten und -produzenten durch Lkw abtransportiert werden.
  • Zum Sortieren und Befüllen der Container setzen Sie einen Mobilbagger ein. In Ihrer Schrottverwertungsanlage werden alle typischen Vorgänge ausgeführt, wie zum Beispiel das Behandeln von Materialien mit Schneidbrennern.
  • Eine Schrottverwertung muss sowohl immissionsschutz- als auch wasserschutzrechtliche Auflagen erfüllen. Während Sie als Schrotthändler keiner Gewerbepflicht unterliegen, benötigen Sie zum Eröffnen eines stationären Schrottplatzes eine Genehmigung der zuständigen Kommune.

Schrotthandel im Industriegebiet eröffnen

Möchten Sie einen typischen Schrottplatz eröffnen, benötigen Sie jede Menge Genehmigungen (Wasserrecht, Umweltschutz, Brandschutz, Baugenehmigung) und somit einen guten Draht zu den Entscheidungsträgern der Gemeinde.

  • Genehmigungsverfahren dauern drei bis zwölf Monate, in Ausnahmefällen auch drei Jahre. Auch wenn die Gemeinde alle Genehmigungen erteilt, kann ein Nachbar dagegen vorgehen.
  • Selbst ein kleiner Schrottplatz muss in einem reinen Gewerbegebiet mit der Schließung rechnen. Als gerichtlicher Schließungsgrund kann das Auftreten bestimmter Geräusch- und Staubemissionen gewertet werden, wie sie nur für Industriegebiete zulässig sind.
  • Ihren Schrottplatz eröffnen Sie besser in einem Industriegebiet. Gibt es das noch nicht in Ihrer Gemeinde, beantragen Sie, dass eine Fläche entsprechend ausgewiesen wird (Antrag auf Freistellung vom Bebauungsplan).

Ein Start als einfacher Schrottsammler und Schrotthändler ist sehr viel einfacher. Hier benötigen Sie lediglich ein Transportfahrzeug und Kunden, bei denen Sie Metalle abholen können.

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