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Schriftliche Verwarnung vom Schuldirektor - so zeigen Sie sie Ihren Eltern

Erhält ein Schüler eine schriftliche Verwarnung, so ist dies für alle Beteiligten eine unbequeme Situation. Auch wenn viele Eltern dies vor Ihren Kindern nicht zugeben würden, hat so gut wie jeder, der die Schulbank drücken musste, einmal die Erfahrung gemacht, Sanktionen durch die Lehrer oder die Schulleitung ertragen zu müssen. Dies soll die Ernsthaftigkeit dieser Verweise und Verwarnungen jedoch nicht schmälern, zumal die Beichte bei den Eltern als sehr unangenehm empfunden werden kann, vor allem, wenn die Beschuldigungen von Seiten der Schule durchaus berechtigt sind.

Eine Verwarnung von der Schule - So gehen Sie souverän damit um.
Eine Verwarnung von der Schule - So gehen Sie souverän damit um.

Vorüberlegungen zu Ihrer schriftlichen Ermahnung

Um Ihre Entscheidung, ob Sie Ihren Eltern von der Verwarnung überhaupt berichten sollen, gleich vorwegzunehmen: Sie können sich so gut wie sicher sein, dass Ihre Eltern früher oder später sowieso von Ihren schulischen Problemen erfahren. Sei es im Gespräch mit anderen Schülern, deren Eltern oder auf dem nächsten Elternsprechtag. Letztendlich wäre es nur noch schlimmer, wenn sie es von anderen Personen erfahren würden. Zumal die Verwarnung einer Unterschrift Ihrer Erziehungsberechtigten bedarf, ist die Aufklärung Ihrer Eltern umso dringlicher. Nun, da diese Entscheidung getroffen ist, fragt sich nur noch, wie man am besten mit der Situation umgeht.

  • Werden Sie sich zunächst der Ernsthaftigkeit der Angelegenheit bewusst. Eine schriftliche Verwarnung durch die Schulleitung ist kein Kinderspiel und folgt auf die einfachen Verwarnungen durch die Lehrer bzw. Klassenlehrer. Allerdings ist dies in der Regel auch kein Weltuntergang, sofern Sie sich nach dem anfänglichen Schreck dazu entschließen, disziplinierter zu werden und Ihre zukünftige Schullaufbahn nicht zu gefährden.
  • Überlegen Sie sich, welchem Elternteil Sie Ihre Verwarnung beichten wollen. Ist Ihre Mutter vielleicht verständnisvoller und sanfter? In dem Fall bietet es sich an, zunächst sie anzusprechen. So kann Ihre Mutter eventuell ein gutes Wort bei Ihrem Vater einlegen.
  • Überaus wichtig ist die Wahl des richtigen Zeitpunktes. Konfrontieren Sie Ihre Mutter beispielsweise nicht, wenn Sie gerade gestresst das Geburtstagsessen ihrer Schwiegermutter vorbereitet. Warten Sie den Moment ab, in dem Ihre Eltern guter Dinge und in einer aufnahmebereiten Verfassung sind.

Die Konfrontation Ihrer Eltern mit der Verwarnung

  • Eröffnen Sie Ihren Eltern die schriftliche Verwarnung, so bleiben Sie sachlich und ehrlich. Vermeiden Sie Schuldzuweisungen, Ausflüchte, sowie Beschimpfungen der Lehrkörper. In den meisten Fällen werden sich Eltern vernünftig verhalten und Ihnen erst einmal zuhören und Sie ausreden lassen.
  • Geloben Sie auf jeden Fall Besserung. Wenn Sie Ihren Eltern nicht ernsthaft vermitteln können, dass Sie beabsichtigen sich zukünftig an die Regeln zu halten, werden sich Streitigkeiten nicht vermeiden lassen.
  • Seien Sie jedoch nicht zu unterwürfig. Dies gilt insbesondere bei fordernden und autoritären Eltern. Wenn Sie für etwas nicht verantwortlich sind, bleiben Sie standhaft und geben Sie nur die Vergehen zu, die Sie begangen haben.
  • Letztendlich sollten Sie zusammen mit Ihren Eltern nüchtern die Fakten sortieren und Strategien erarbeiten, wie mit der Verwarnung umgegangen werden soll. Gespräche der Eltern mit Ihrem/Ihrer VertrauenslehrerIn und auch dem Schuldirektor bietet sich dabei an.
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