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Schornstein und Dachdurchführung - Hilfreiches

Ein normaler Schornstein befindet sich innerhalb des Gebäudes. Er muss also an einer Stelle das Dach durchdringen. Dieser Umstand bereitet manchmal Schwierigkeiten. Die Dachdurchführung ist eine Problemstelle und sollte besonders sorgfältig ausgeführt werden, da sonst Schäden durch eindringendes Wasser entstehen können.

Sauber montierte Dachdurchführungen sind dicht
Sauber montierte Dachdurchführungen sind dicht

Vorbereitungen rund um den Schornstein

  • Sicher wissen Sie, dass man in Schornsteinwangen keine Löcher bohren darf. Am Baukörper des Schornsteins dürfen Sie höchstens die Fugen 1cm tief auskratzen, um dort die Kragenbleche einzumauern. Vielmehr müssen Sie die Dachhaut so herrichten, dass kein Wasser zwischen dem Mauerwerk und dem Dach eindringen kann. Erst wenn diese Abdichtung fertig ist, kann das Eindecken  beginnen. Lediglich an der Traufseite legen Sie schon die Dachziegel, oder den Schiefer, etc. weil der Blechkragen darüber reichen muss.
  • Die Abstände zwischen Schornsteinwange und Dachkonstruktion sollten nicht mehr als 2cm betragen. Ist der Abstand größer, sollten Sie ihn mit zusätzlichen Leisten oder Brettern maßgerecht zurechtzimmern. Bei einer Reparatur achten Sie besonders auf beschädigtes Holz durch eingedrungene Nässe.und ersetzen es durch neues.
  • Bei einer Ziegeleindeckung müssen Sie die Flanken des Unterbaus mit zusätzlichen keilförmigen Leisten an den Höhenunterschied angleichen. Auf diese Unterkonstruktion wird dann die Blecheinfassung aufgeschraubt. Am Mauerwerk dichten Sie die Bleche mit bituminöser, witterungsbeständiger Dichtmasse ab 
  • Bietet ihnen der Baumarkt fertige Einfassungen an, achten Sie darauf, dass diese genau passen. Alternativ kaufen Sie Bleche und schneiden sie nach Bedarf selber zu. Nutzen Sie auch die Angebote im Internet, um eine möglichst kostengünstige, aber zweckmäßige Lösung zu finden. 

Die Dachdurchführung ist knifflig

  • Wer keine entsprechende Werkzeuge hat, sollte sich die Bleche beim Klempner so falzen und winkeln lassen, wie es ein Dachdecker verlangen würde. Die seitlichen Bleche müssen am Rand, der nach außen zeigt,(5cm breit) eingerollt sein. (max.10mm hoch)
  • Lassen Sie die Bleche bei der Dachdurchführung immer einige Zentimeter länger als das genaue Maß wäre. Den Überstand schlagen Sie in Traufrichtung über das darunterliegende Blech. Halten Sie die Winkel je nach Dachschräge ein. Das untere Blech wird zuerst montiert. Es liegt auf der Dachhaut auf.
  • Sie können die Oberkante des unteren und oberen Blechs so nach innen abkanten, dass die etwa 10mm breiten Schenkel in Mauerfugen eingeschoben werden können. Dann müssen diese Fugen mit Zementmörtel verstrichen werden. Zuletzt montieren Sie das obere Blech. Es überlappt die seitlichen Bleche und führt auch um die Ecken. Dazu müssen Sie, genau wie an den Seitenblechen, die Enden einschneiden. Die Befestigungsschrauben können auch mit Dichtmasse versiegelt werden.
  • Damit das Dichtmaterial auch auf Aluminiumblech gut haftet, beizen Sie es mit einem Silicon-Lösemittel ab. Bei einer späteren Auffrischung der Nahtstellen genügt es, die Haarrisse mit einem Dichtspray für Dächer wieder zu verschließen

Eine Alternative zu Aluminiumblech bei der Dachdurchführung ist verzinktes Blei. Es ist zwar teuer, aber sehr dauerhaft und lässt sich leicht verformen und bearbeiten. Die Nähte sind durch Löten zu verbinden. Ebenso lötfähig ist Zinkblech, da es aber hart ist, lässt es sich schwerer bearbeiten.

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