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Schornstein nachträglich einbauen - Bauanleitung

Wer heute einen Kamin kauft, denkt nicht nur an romantische Stunden am offenen Feuer. Durch die stetig steigenden Heizkosten wird ein Kamin auch als alternative Heizung interessant – vor allem in den Übergangsmonaten. Die notwendigen Voraussetzungen können Sie schaffen, indem Sie nachträglich einen Schornstein einbauen.

Der Schornsteinfeger erteilt die Freigabe.
Der Schornsteinfeger erteilt die Freigabe.

Was Sie benötigen:

  • Offener Kamin oder Kaminofen
  • Schornstein-Nachrüstset inkl.
  • Montagematerial
  • Montagegerüst
  • Werkzeug
  • Zulassung Ihres neuen Schornsteins

Mit einem offenen Kamin oder einem Kaminofen lassen sich die Heizkosten deutlich reduzieren. Gerade in den Übergangsmonaten vom Sommer zum Herbst und vom Winter zum Frühling sind die Temperaturen häufig sehr unbeständig. Wer hier die zentrale Heizanlage bereits abschaltet und im Bedarfsfall den Wohnraum mit dem Kamin beheizt, schont die Haushaltskasse deutlich. Wer in seinem Haus keinen funktionstüchtigen Kamin zum Anschluss seines Ofens hat, kann in den allermeisten Fällen auf einfache Weise auch nachträglich noch einen modernen Schornstein aus Edelstahl einbauen.

So können Sie nachträglich einen Schornstein einbauen

Zur Schornsteinnachrüstung finden Sie heute praktische Edelstahlschornsteine als Komplettset. Diese können preisgünstig und ohne großen baulichen Aufwand nachträglich ein- bzw. angebaut werden. Ein solcher Systemkamin aus Edelstahl kann an einer frei stehenden Hauswand montiert werden. So benötigen Sie nur noch einen kleinen Durchbruch und können Ihren Kaminofen oder Ihren offenen Wohnkamin problemlos anschließen.

  1. Beim nachträglichen Einbauen eines Schornsteins ist die grundlegende Planung besonders wichtig. Abhängig von der geplanten Nutzung - es können auch mehrere Kaminöfen an einen solchen Edelstahlschornstein angeschlossen werden - und den baulichen Gegebenheiten, wird Ihr Systemkamin für Sie individuell gefertigt. Hierbei ist jedoch auf gesetzliche Vorgaben und Richtlinien zu achten. Außerdem muss Ihr Schornstein vor Inbetriebnahme von Ihrem zuständigen Schornsteinfeger abgenommen und zugelassen werden. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den zuständigen Schornsteinfeger schon in der Planungsphase mit einzubeziehen.
  2. Ist Ihr Systemschornstein produziert, wird er als Bausatz mit allen notwendigen Montagematerialien geliefert. Wer hier plant, den Schornstein selbst einzubauen, muss schon über ein solides Fachwissen und handwerkliches Geschick verfügen. Zudem benötigen Sie hier Werkzeuge und Maschinen, die über den Heimwerker-Werkzeugkoffer weit hinausgehen.
  3. Bevor Sie mit der Montage beginnen können, muss ein Arbeitsgerüst aufgebaut werden. Auch hierbei müssen Richtlinien zur Sicherheit und zum Unfallschutz beachtet werden, die Sie regional bei Ihrem Bau-Ordnungsamt abfragen können. Verstoßen Sie gegen die Richtlinien, kann Ihre Baustelle von der Behörde stillgelegt werden.
  4. Als nächstes müssen Sie die mit dem Schornsteinfeger abgesprochene Position Ihres Kamins markieren und je nach Modell und geplantem Anschluss den Durchbruch durch die Außenwand vornehmen. Da es sich bei den Außenwänden um tragende Konstruktionen handelt, sollte hier zusätzlich ein Statiker zurate gezogen werden, bevor Sie die Wand durchbrechen. Je nach Größe des Anschlusses kann es notwendig werden, zusätzliche Stützkonstruktionen zu bauen.
  5. Von innen wird das Anschlussrohr mit feuerfestem Mörtel eingebaut.
  6. Der eigentliche, nachträgliche Einbau Ihres Schornsteins ist dagegen wesentlich einfacher, da er in Systembauweise aus wärmeverlustfrei ineinandergreifenden Bauteilen zusammengesetzt wird.
  7. Bevor Sie das Edelstahlrohr zusammenstecken und montieren können, müssen Sie jedoch zuerst die Träger anbringen.
  8. Auch diese werden individuell, je nach Gestalt der entsprechenden Außenwand und der darüber liegenden Dachkonstruktion, für Sie angefertigt, sodass der Schornstein sich den baulichen Voraussetzungen optimal anpasst. Hier sind mehrere Montagevarianten, beispielsweise durch das Dach oder am Dach vorbei, möglich. Abhängig von der gewählten Anbringung ist der Abstand Ihres Schornsteins von der Hauswand einzuhalten und damit die zu montierende Trägerkonstruktion, die mit der Außenmauer verschraubt werden muss.
  9. Ist die Trägerkonstruktion fest montiert, werden die Einzelelemente des Edelstahlschornsteins als Stecksystem miteinander verbunden und an den einzelnen Trägern mit dem mitgelieferten Montagematerial fixiert.
  10. Ihr Schornstein ist nun fertig. Bevor Sie ihn aber in Betrieb nehmen können, muss dieser sowie auch der Anschluss Ihres Kaminofens vom Schornsteinfeger abgenommen und zugelassen werden.
  11. Erst wenn Sie die schriftliche Zulassung erhalten haben, dürfen Sie Ihren Kamin oder Ofen befeuern. Die Erstinbetriebnahme erfolgt zumeist unter Aufsicht des Schornsteinfegers.

Viel Erfolg beim Heizkostensparen!

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