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Schöllkraut - Wissenswertes über das Mohngewächs

Heilend oder giftig? Das hierzulande häufige Schöllkraut kann beides sein. Deshalb spielen die Dosis und die richtige Anwendung eine große Rolle.

Schöllkraut ist gesund und giftig zugleich.
Schöllkraut ist gesund und giftig zugleich.

Botanisches zum Schöllkraut

Schöllkraut trägt den lateinischen Namen Chelidonium majus. Die etwa 50 bis 70 Zentimeter hohe Pflanze ist eines der Mohngewächse. Sie ist dem Mohn äußerlich zwar nicht ähnlich, hat aber ebenso einen leicht giftigen Milchsaft, der zahlreiche Alkaloide enthält.

Das Schöllkraut wächst an Wegrändern, auf Schutthalden, Wiesen und oft in der Umgebung von Städten und Dörfern. Seine gelben Blüten erscheinen vom Frühjahr bis zum Herbst. Da das Kraut über mehrere Monate blüht, können Sie an einer Pflanze sowohl Blüten als auch Früchte finden. Diese sind kleine, schmale Schoten, die schwarze Samen enthalten.

Wachstumsmerkmale des Schöllkrauts
Vorkommnis Eigenschaften
Wachstumsdauer ganzjährig
Was wächst

Blüten von Frühjahr bis Herbst,

gleichzeitig Samen

Orte

Wegränder,

Schutthalden,

Wiesen

 

So erkennen Sie die Pflanze

Der Stängel ist mehrfach verzweigt und am Ende sitzen die kleinen, gelben Blüten. Sie haben nur vier Blütenblätter im Gegensatz zu vielen anderen gelb blühenden Pflanzen. Die Blätter sind hellgrün, leicht behaart und ähneln denen von Eichen.

Das typischste Merkmal dieses Wildkrautes ist deren austretender Saft, wenn die Pflanze zum Beispiel durch Abzupfen eines Blattes beschädigt wird. Die Farbe ist gelb- oder orangeartig.

In vielen unscheinbaren Kräutern stecken Heilkräfte. Mit diesem Ratgeber bestimmen Sie …

Die typischen Merkmale von Schöllkraut:

  • Buschiges verzweigtes Kraut.
  • Circa 3 bis 5 cm große gefiederte Blätter.
  • Gelbe vierblättrige Blüten.
  • Zuerst grüne, später schwarze Schoten mit Samen darin.
  • Gelber Milchsaft enthalten.

Anwendung des Heilkrautes

Für die heilende Wirkung sind die im Saft enthaltenen Alkaloide wie zum Beispiel Chelidonin, aber auch Bitterstoffe, Flavone und ätherische Öle verantwortlich. Je nach Standort, also abhängig von den Boden-, Licht- und Wärmeverhältnissen, variiert die Konzentration der Inhaltstoffe. In der Wurzel ist die Konzentration der giftigen Stoffe generell höher als in den Stängeln, Blättern und Blüten. 

Das Kraut ist als Heilpflanze bekannt, mit der Lebererkrankungen wie zum Beispiel Gelbsucht und Erkrankungen der Galle behandelt werden können. Hier kommt das Kraut innerlich zur Anwendung, beispielsweise in Form einer Tinktur. Die Alkaloide haben gleichzeitig eine krampflösende Wirkung. So kann die Pflanze bei Menstruationsbeschwerden helfen.

Zur Behandlung von Warzen können Sie den gelben Saft äußerlich auf die betreffende Stelle tupfen und dies nach einigen Tagen wiederholen. Dabei ist zu beachten, dass die Inhaltstoffe des Saftes die Haut reizen können. Auch bei Augenleiden soll das Bestreichen der Augenlider mit dem Milchsaft helfen. Schwalben sammeln das Kraut angeblich, um die Augen blinder Kinder zu heilen.

Experimentieren Sie bei der inneren Anwendung mit diesem Mittel nicht auf eigene Faust. Es ist eine Heilpflanze, deren Anwendung und Dosierung Sie unbedingt mit einem Arzt besprechen sollten, insbesondere bei ernsthaften Erkrankungen.

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