Schnupftabak steht auf keiner Verbotsliste und kostet auch keine Tabaksteuer. Passivraucher ignorieren ihn und Sie können ungestört schnupfen.

Wissenswertes über Schnupftabak

  • Richtig bekannt ist Schnupftabak in Europa erst seit dem 17. Jahrhundert. Er war zuerst als Medikament bei Apothekern zu kaufen. Erst langsam entwickelte sich Schnupftabak zum Modeprodukt. Welche Bedeutung er zeitweise hatte, erkennen Sie daran, dass antike Schnupftabakdosen zu richtigen Kunstwerken aus Edelmetallen wurden und reich mit Juwelen besetzt sind.
  • Anfänglich wurde Schnupftabak noch gar nicht als fertiges Tabakpuder angeboten. Den vorbereiteten Tabak mussten die Kunden als Strang kaufen und dann selbst zermalen.
  • Verarbeitet werden in Schnupftabak sehr unterschiedliche Tabake, abhängig von der späteren Schnupftabaksorte. Sie werden aromatisiert und so in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen angeboten. Im deutschsprachigen Raum ist der eher grob gemahlene Schmalzler der bekannteste Schnupftabak. Wenn Sie Schnupftabak kaufen, begegnet Ihnen mit Sicherheit aber auch englischer Snuff. Häufig, aber keineswegs immer, ist englischer Schnupftabak mit Mentholaroma angereichert. Im Gegensatz zum deutschen Schmalzler werden hier helle Tabaksorten verarbeitet.
  • Die Schadstoffe brennender Tabakwaren müssen Sie nicht befürchten, wenn Sie Schnupftabak kaufen. Trotzdem enthält er natürlich Nikotin und ist damit immer geeignet, eine gewisse Abhängigkeit von diesem Stoff auszulösen. Schnupftabak ist vielleicht gesünder als Zigaretten oder Zigarren, gesund ist er aber trotzdem nicht.

Schnupftabak kaufen und konsumieren

  1. Wenn Sie mit dem Schnupfen anfangen wollen, kaufen Sie Ihren ersten Schnupftabak in einem richtigen Tabakgeschäft und nicht an der Supermarktkasse. Im Fachhandel stehen Ihnen viele Sorten zur Verfügung und Sie können sie auch ausprobieren, bevor Sie sich für einen entscheiden.
  2. Schnupftabak ist unterschiedlich stark und lässt sich auch unterschiedlich leicht in die Nase ziehen. Wenn Sie eine Sorte kaufen, wählen Sie dafür eine feuchtere Mischung und zuerst eine kleine Menge in einer portionierbaren Dose.
  3. Probieren Sie mit Ihrem neu gekauften Schnupftabak aus, ob Sie besser damit zurechtkommen, ihn vom Handrücken zu schnupfen oder zwischen Zeigefinger und Daumen geklemmt direkt in Ihr Nasenloch zu halten.
  4. Beim Einziehen in die Nase ist dann Vorsicht geboten. Schnupfen Sie zu stark, landet der Schnupftabak in Ihrer Kehle und verursacht dort ein unangenehmes Brennen. Befürchten Sie, dass Ihnen das passieren wird, kaufen Sie sicherheitshalber für den Anfang eine wirklich milde Mischung. Mit genügend Vorsicht verhindern Sie außerdem, dass ein Niesreiz ausgelöst wird. Dieser Reflex gehört entgegen vieler Gerüchte nicht zum Tabakschnupfen dazu.

Schnupftabak ist eine gesellschaftsfähige Alternative zum Rauchen und manchmal auch der Weg zum erfolgreichen Nichtraucher.