Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen, hinzu kommt noch der ständige Harndrang - kennen Sie das auch? Eine Blasenentzündung ist äußerst unangenehm. Mehr Frauen als Männer leiden darunter. Hier gibt's schnelle Hilfe für die Linderung der Beschwerden.
- 02.02.2011 Iris Gödecker
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
- Kamille
- Blasen- und Nierentee
- Bärentraubenblätter
- eventuell krampflösendes Medikament für die Nacht
Was ist eine Blasenentzündung?
- Eine Blasenentzündung ist eine Infektion der Harnwege. Meist sind Bakterien mit dabei, aber auch Viren oder Pilze können Verursacher sein.
- Da Frauen eine kürzere Harnröhre haben, sind sie häufiger betroffen als Männer.
- Die Ursachen können ständige kalte Füße sein, ein geschwächtes Immunsystem oder Sitzen auf kalten Oberflächen. Allerdings kann auch ein sehr aktives Sexualleben Schuld an der Blasenentzündung sein. Beim Geschlechtsverkehr können Bakterien in die Harnröhre gelangen.
- Einige Risiken bergen auch eine falsche Intimhygiene, Stress, Schwangerschaft aber auch eine Therapie mit Antibiotika.
- Dies sind nur einige Hinweise, und sie können natürlich keinen Arztbesuch ersetzen. Klären Sie erst ab, ob es eine komplizierte oder eher unkomplizierte Blasenentzündung (auch Zystitis genannt) ist. Durch einen Urintest kann der Hausarzt in wenigen Minuten eine Diagnose stellen.
- Der Hausarzt wird feststellen, ob eine medikamentöse Therapie durch ein Antibiotikum notwendig ist. In der Regel erhalten Sie durch die Gabe des Medikamentes schnelle Hilfe.
Die schnelle Hilfe für zu Hause
- Vorbeugen ist natürlich immer besser als Heilen. Wenn es allerdings doch so weit kommt, gibt's dafür auch einige Hausmittel. Eine schnelle Hilfe ist nicht immer gegeben, dennoch können Sie durch einfache Dinge die Beschwerden lindern.
- Ganz wichtig ist, dass Sie sehr viel trinken. Versuchen Sie, so viel wie möglich an Wasser zu sich zu nehmen, damit die Blase gut durchgespült wird. Dann können die Keime ausgeschwemmt werden.
- Hilfe erhalten Sie auch durch Blasen- und Nierentees. Sie wirken desinfizierend und noch dazu harntreibend.
- Trinken Sie, wenn möglich, keinen Kaffee oder schwarzen Tee. Die Nieren werden durch die beiden Genussmittel eher gereizt.
- Sie können auch krampflösende Medikamente aus der Apotheke kaufen. Nicht alle sind immer verschreibungspflichtig. Wenn Sie nicht schlafen können, ist es meist eine schnelle Hilfe für die Nacht.
- Sie können auch als krampflösendes Mittel die Bärentraubenblätter aus der Apotheke kaufen. Der Tee hilft, die Schmerzen zu lindern. Das Kraut wirkt desinfizierend und harntreibend.
- Halten Sie unbedingt Ihre Füße warm. Kalte Füße sind schlecht für die Durchblutung, auch im Bereich der Blasenschleimhaut.
- Schmerzlindernd sind auch Sitzbäder zum Beispiel mit Kamille.
- Halten Sie den Urin nicht fest, wenn Sie den Drang verspüren, auf die Toilette gehen zu müssen. Entleeren Sie die Blase sofort. Frauen können das gut.
- Benutzen Sie keine aggressiven Seifen oder Intimsprays. Waschen Sie den Vaginalbereich nur mit klarem Wasser.
- Falls Sie immer wieder eine Blasenentzündung bekommen, sollten Sie die Ursache durch den Arzt abklären lassen.