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Schmierfett: Lebensmittelecht - darauf müssen Sie achten

An manchen Geräten ist es wichtig, dass Sie nur Schmierfette verwenden, die lebensmittelecht sind. Darauf sollten auch Heimwerker achten.

Vorsicht mit Schmierfett und Lebensmitteln.
Vorsicht mit Schmierfett und Lebensmitteln. © Dieter Schütz / Pixelio

Wichtiges zu Schmierfetten

Das sollten Sie über Schmierfette wissen, wenn Sie Geräte schmieren, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, denn dann müssen diese lebensmittelecht sein:

  • Schmierfette bestehen aus einem Grundöl und einem Verdicker. Dabei kann das Öl selber oder der Verdicker ein Problem sein, wenn es vom Menschen verzehrt wird.
  • Üblicherweise werden Schmierfette nach Konsistenzklassen also der dicke, dem Einsatzgebiet z. B. in Wälzlagern oder nach Anwendungsgebieten z. B. der Temperatur eingeteilt.
  • Nur Schmierfette, die für die Lebensmittelindustrie zugelassen sind, wurden dahin gehend geprüft, dass Sie lebensmittelecht sind. Diese Stoffe sind mit H1 gekennzeichnet.
  • Wenn Sie also Schmierfett in der Werkstatt haben, schauen Sie genau hin, ob diese lebensmittelecht sind, wenn Sie Geräte reparieren, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen.

Bedeutung des Begriffs lebensmittelecht

Die oft gebrauchte Bezeichnung Lebensmittelfett für lebensmittelechte Schmierstoffe könnte missverstanden werden, also bedenken Sie:

  • Um es gleich zu sagen, auch lebensmittelechte Schmierfette sind nicht geeignet, um verzehrt zu werden. Sie sind weder als Hautcreme zu verwenden noch sollten sie unbedenklich mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.
  • Auch über die Umweltverträglichkeit, also zum Beispiel über die Art der Entsorgung sagt lebensmittelecht nichts aus.
  • Diese Fette müssen eingesetzt werden, wenn nicht auszuschließen ist, dass geringe Mengen Fett in Lebensmittel gelangen können, also z. B. unbemerkt aus dem Lager einer Brotschneidemaschine austreten könnten.
  • Sie dürfen aber mit lebensmittelechten Schmierfetten nicht das Sägeblatt der Brotschneidemaschine vor Rost schützen, weil dann kommt das Fett auf Dauer und ständig mit Lebensmittelns in Berührung. Ganz so harmlos sind lebensmittelechte Schmierfette nicht.

Das sollten auch Heimwerker bedenken, auch wenn es keine Vorschriften gibt, welche die heimische Küche betreffen.

Rechtliches zu lebensmittelechten Schmierfetten

  • Grundlage für Schmierfett im Lebensmittelbereich, ist die EG-Richtlinie 93/43. Sie gilt für alle Betriebe, die mit Lebensmitteln zu tun haben, also auch für kleine Imbissbuden oder Bäckereien.
  • Als lebensmittelechte Schmierstoffe gelten nur solche, die eine Zulassung der FDA (Food and Drug Administration) in der Klasse H1 haben. Bei dieser Zulassung wird nicht nur auf de gesundheitliche Undenklichkeit geachtet, sondern auch darauf, dass die Lebensmittel geschmacklich einwandfrei bleiben.
  • Grundsätzlich dürfen nur lebensmittelechte Schmerfette verwendet werden, wenn auch nur die Möglichkeit besteht, dass die Fette mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, das betrifft auch Verpackungsmaschinen, wenn dort Lebensmittel verpackt werden.

Auch in der eigenen Küche sollten Sie darauf achten, dass Sie alle Geräte nur mit lebensmittelechten Schmierfetten schmieren, denn es ist nie ganz auszuschließen, dass mal Fett austritt und Lebensmittel verunreinigt werden. Trotzdem sollten Sie darauf Achten nicht zu überschmieren oder gar absichtlich Teile zu Fetten, die mit Nahrungsmitteln in Berührung kommen.

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