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Schlussfolgerung schreiben - so formulieren Sie einen stimmigen Schluss

Texte, gleich welcher Art, schließen meist mit einer Schlussfolgerung. Sie beendet das, was zuvor erörtert wurde. Wenn Sie die Schlussfolgerung richtig schreiben, gewinnt Ihr Text an Stimmigkeit und wirkt überzeugender.

Die Mathematik lehrt die Logik.
Die Mathematik lehrt die Logik. © Gerd Altmann / Pixelio

Eine Schlussfolgerung ist beispielsweise in einer Erörterung von Bedeutung. Sie erörtern ein bestimmtes Thema, beginnen mit der Einleitung, leiten in den Hauptteil über und schließen mit der Schlussfolgerung.

Die Schlussfolgerung ergibt sich logisch aus dem Vortext

  • Die Schlussfolgerung ist die logische Konsequenz dessen, was Sie zuvor erörtert haben. Sie können es mit dem praktischen Beispiel eines Richters vergleichen, der ein Urteil schreiben muss.
  • Der Richter prüft, inwieweit ein bestimmtes Verhalten mit einem Gesetzestatbestand üübereinstimmt. Hat er alles, was vorgefallen ist, erörtert, kommt er zu einem bestimmten Ergebnis. In dieser Schlussfolgerung stellt er fest, ob beispielsweise ein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist oder ob ein Straftäter sich eines Verbrechens schuldig gemacht hat. 
  • Die Juristen nennen diesen Vorgang die Subsumtion. Wenn ein Straftäter verurteilt wurde, muss sein Verbrechen zuvor erörtert, gewürdigt und bewiesen worden sein. Nur dann ist die Schlussfolgerung, er müsse in Strafhaft, gerechtfertigt.
  • Auch in der Mathematik ist die Schlussfolgerung zwangsläufig. Sie ergibt sich aus einer Prämisse, die die Wirklichkeit wiederspiegelt und ist für jeden nachvollziehbar.

Nur schreiben, was zuvor erörtert wurde

  • Diese Schlussfolgerung baut auf dem auf, was zuvor erörtert wurde. Sie darf dann keine Gedanken mehr enthalten, die zuvor nicht erwähnt wurden. Wichtig ist, dass die zur Schlussfolgerung führenden Gedanken zuvor so aufeinander aufgebaut und durchdacht wurden, dass sich die Schlussfolgerung eigentlich schon fast von allein ergibt.
  • Wenn Sie die Schlussfolgerung selbst noch rechtfertigen oder irgendwie erörtern müssen, haben Sie vorher etwas übersehen.
  • Es ist wie in einer mathematischen Gleichung. A plus B ergibt C. Dieses Ergebnis muss zwangsläufig sein. Es darf keine Abweichungen oder Zweifel mehr geben. Sie zeigen mit Ihrer Erörterung den Weg auf, den Sie und danach auch der Leser Ihres Textes gehen, um zum Ergebnis und der Schlussfolgerung zu gelangen. 
  • Sie können Ihre Schlussfolgerung objektiv, aber durchaus auch subjektiv gestalten und schreiben. Es kommt auf den Text an, der zur Debatte steht.
  • Die subjektiven Einschätzungen müssen sich aber in einem durch die vorhergehende Erörterung vorgegebenen Ermessensrahmen halten. Ihr Ermessen muss für den Leser nachvollziehbar sein. Dies ist es nur, wenn Sie zuvor die Grundlagen aufgezeigt haben, auf denen Sie dieses Ermessen gestalten.
  • Ferner muss Ihre Schlussfolgerung neben der objektiven Nachvollziehbarkeit Ihrer gedanklichen Schritte vertretbar sein. Sie darf nicht völlig außerhalb dessen liegen, was der Leser vernünftigerweise erwarten darf, nachdem er Ihre gedanklichen Schritte nachvollzogen hat. Erscheint sie nicht vertretbar, haben Sie das Ermessen, das Sie gedanklich im Text vorbereitet haben, überschritten.
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