Schlechte Leberwerte? - das können Sie dagegen tun

Schlechte Leberwerte bei einer Blutuntersuchung bedeuten nicht immer eine ernsthafte Erkrankung. Schlechte Leberwerte bei einer Blutuntersuchung bedeuten nicht immer eine ernsthafte Erkrankung.
Ihre Leberwerte lassen sich - routinemäßig oder aufgrund von Beschwerden – über eine Blutuntersuchung bei Ihrem Hausarzt feststellen. Schlechte Leberwerte müssen nicht unbedingt auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten, auch ein „ungesunder“ Lebensstil kann dazu führen. Wenn Sie etwas dagegen tun möchten, sollten Sie also zunächst Ihre alltäglichen Lebensgewohnheiten überprüfen.
Fanni Schmidt
25.06.2010 Fanni Schmidt

Erste Überlegungen: Woher könnten die schlechten Leberwerte kommen?

Wenn bei einer Blutuntersuchung schlechte Leberwerte festgestellt werden, sollten Sie sich zuerst gemeinsam mit Ihrem Arzt auf die Suche nach der Ursache dafür machen. Schlechte Leberwerte sind nicht immer Ausdruck einer Erkrankung wie zum Beispiel einer Leberzirrhose oder Hepatitis, also einer Entzündung der Leber. Auch eine „ungesunde“ Lebensweise kann schlechte Leberwerte hervorrufen.

Wenn Sie aktiv etwas dagegen tun möchten, dass Ihre Leberwerte sich eventuell noch weiter verschlechtern, sollten Sie sich zunächst folgende Fragen stellen:

  1. Wie oft und in welcher Menge trinken Sie Alkohol?
  2. Konsumieren Sie anderweitig Drogen?
  3. Haben Sie in letzter Zeit Medikamente eingenommen? Wenn ja welche und über welchen Zeitraum?
  4. Essen Sie häufig fettreiches Essen? Wie sehen generell Ihre Ernährungsgewohnheiten aus?
  5. Haben Sie in letzter Zeit große Gewichtsveränderungen bei sich festgestellt?
  6. Könnten Sie sich eventuell mit Hepatitis-Viren angesteckt haben? Zum Beispiel beim Erhalten von Blutprodukten, ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Sexualpartnern oder bei einem medizinischem Eingriff oder einer Tätowierung unter unzureichenden hygienischen Bedingungen?

Diese oder ähnliche Fragen könnte Ihnen auch Ihr behandelnder Arzt stellen. Versuchen Sie sie gewissenhaft zu beantworten, damit Sie - gemeinsam mit Ihrem Arzt - etwas gegen die schlechten Leberwerte tun können.

Eine gesunde Lebensweise gegen schlechte Leberwerte

Aus den oben genannten Fragen ergeben sich auch einige der Maßnahmen, die Sie treffen können, um etwas gegen schlechte Leberwerte zu tun. Sie können als sinnvolle Ergänzung der ärztlichen Therapie dienen. Aber auch wenn die schlechten Leberwerte durch eine Erkrankung hervorgerufen wurden, helfen Ihnen diese Maßnahmen dabei Ihre Leber zumindest nicht zusätzlich zu belasten.

  • Verzichten Sie möglichst ganz auf Alkohol und andere Drogen, damit sich Ihre Leberwerte schnellstmöglich erholen können. Holen Sie sich diesbezüglich gegebenenfalls Hilfe bei Ihrem Arzt oder einer Beratungsstelle.
  • Überlegen Sie, ob die Medikamente, die Sie einnehmen – falls nicht ärztlich verordnet – wirklich nötig sind. Da Medikamente im Allgemeinen meist über die Leber abgebaut werden, belasten sie diese zusätzlich und können schlechte Leberwerte begünstigen.
  • Ihre Ernährung sollte aus leichter, fettarmer Kost bestehen und achten Sie auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
  • Achten Sie darauf, sich beim Geschlechtsverkehr ausreichend zu schützen. Das Benutzen von Kondomen verringert die Ansteckungsgefahr, vor allem wenn Sie häufig wechselnde Partner haben.
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