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Schlangen-Skelett - Erklärung des Aufbaus

Schlangen gehören zu den Schuppenkriechtieren und haben sich während der Evolution aus den Echsen entwickelt. Besonders interessant ist für Sie dabei ihr Skelett, das sich von denen anderer Wirbeltiere unterscheidet.

Der Bewegungsapparat der Schlangen ist völlig verknöchert
Der Bewegungsapparat der Schlangen ist völlig verknöchert © Helmut_J._Salzer / Pixelio

Aufbau vom Schlangen-Schädel beschreiben

  • Das Skelett der Schlangen ist im Gegenteil zu anderen Wirbeltieren fast völlig verknöchert. Dies erkennen Sie bereits am Kopf des Reptils.
  • Schauen Sie sich den völlig verknöcherten Schädel an, werden Sie erkennen, dass es einen unpaarigen Hinterhauptshöcker und das sogenannte Schläfenfenster aufweist. Hier befindet sich der Durchgang für die Muskulatur, die zur Schläfenregion hinführt. Diese Fenster werden durch Jochbögen begrenzt.
  • Beachten Sie, dass nur Teile des Siebbeins und der Gesichtsregion knorpelig bleiben und sich daher die einzelnen Knochen des Schädels fester zusammenschließen können.
  • Schlangen besitzen nur ein primitives Kiefergelenk. Bei der Betrachtungen erkennen Sie, dass der Unterkiefer in Verbindung mit einem Schädelknochen, dem Quadratum, steht, der beweglich oder fest mit dem Gehirnschädel verbunden ist.

Schuppenkriechtier-Skelett der Wirbelsäule betrachten

  • Betrachten Sie die knöcherne Wirbelsäule der Schlangen, wird Ihnen auffallen, dass sie, wie bei anderen Wirbeltieren, immer Hals-, Rumpf-, und Schwarzwirbel besitzt. Merken Sie sich, dass alle Wirbel, auch die Halswirbel, Rippen tragen.
  • Zur Halswirbelsäule gehört der erste Halswirbel, der Atlas. Es ist wichtig für Sie zu wissen, dass er aus dem Neuralbogen und einer hypochordalen Spange zusammengesetzt und daher kein vollkommener Wirbel ist. Da die Vordergliedmaßen völlig reduziert sind, besitzen Schlangen keinen Schultergürtel, der bei anderen Wirbeltieren aus dem Schulterblatt und Schlüsselbein gebildet wird.
  • Bei Schlangen sind die Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule nicht in Regionen aufgeteilt, da sie keine Extremitäten mehr haben. Sie nennen bestimmte Wirbel Brustwirbel, wenn diese bis zum Brustbein reichen.
  • Schauen Sie sich das Kreuz- und Steißbein bei Schlangen an, werden Sie sehen, dass es aus zwei Sakralwirbeln und mehreren Schwanzwirbeln besteht. Auch hier finden Sie Rudimente von Rippen.
  • Es ist interessant für Sie zu wissen, dass sich bei einigen Schlangen an den Schwanzwirbel unverknöcherte Bruchstellen befinden. Dadurch ist es möglich, dass die Schlange bei Gefahr ihren Schwanz abwerfen kann.
  • Durch den Verlust der hinteren Extremitäten ist der Beckengürtel während der Evolution so weit reduziert worden, dass ein Becken nicht mehr vorhanden ist.
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