Schlafstörungen - was tun?
- 15.06.2010 Felicitas Schmidt
- Während der Nacht durchlaufen Sie mehrere Schlafphasen. Ein absolutes Durchschlafen gibt es nicht. Vielmehr verläuft Ihr Schlaf in abwechselnd tieferen und leichteren Phasen. Ein Schlafzyklus gliedert sich in drei Phasen, nämlich in leichten Schlaf, gefolgt von Tiefschlaf und anschließenden Traumschlaf. Diese drei Phasen wiederholen sich mehrmals in einer Nacht.
- Gelegentlich schlecht zu schlafen ist kein Grund, sich Sorgen zu machen. Die meisten Menschen erleben ab und zu Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen. Von einer Schlafstörung spricht man, wenn sie länger als vier Wochen andauert und deutliche physische und psychische Beeinträchtigungen im Alltag mit sich bringt.
Was Sie gegen Schlafstörungen tun können
Oft sind es Kleinigkeiten, die den Schlaf oder das Einschlafen stören können, über die Sie sich aber möglicherweise nicht bewusst sind. Grundsätzlich gibt es einige Dinge, auf die Sie achten sollten:
- Gestalten Sie ihr Schlafzimmer so, dass Sie sich dort erholen und zur Ruhe kommen können. Sollten Sie einen Fernseher im Schlafzimmer haben, überlegen Sie, ihn probeweise aus dem Zimmer zu "verbannen". Manchmal sind im Schlafzimmer einfach zu viele Störfaktoren, die letztendlich von einer gesunden Schlafgewohnheit ablenken. Außerdem sollten Sie sich angewöhnen, Sorgen, Probleme und Streitigkeiten nicht direkt vor dem Einschlafen zu besprechen oder darüber nachzudenken. Ihr Bett ist zum Schlafen da, nicht zum Nachgrübeln oder Diskutieren!
- Wenn Sie ins Bett gehen, aber nicht einschlafen können, bleiben Sie nicht länger als 30 Minuten liegen. Sollten Sie in diesem Zeitraum noch nicht eingeschlafen sein, stehen Sie wieder auf. Sie können dann etwas tun, was sie körperlich und geistig nicht anstrengt, aber beschäftigt, zum Beispiel etwas lesen, leichte Hausarbeiten wie Bügeln, oder lösen Sie ein Kreuzworträtsel. Oft genügt ein solches Ablenken und Sie werden automatisch müde. Außerdem sollten Sie vermeiden, alle paar Minuten auf den Wecker zu sehen, das setzt Sie nur unter Druck.
- Viele Einschlafprobleme kommen daher, dass Sie zu früh ins Bett gehen, beispielsweise, weil es 22 Uhr ist und Sie gewohnt sind, um diese Zeit schlafen zu gehen. Vertrauen Sie ihrem Körper, er wird Ihnen signalisieren, wann Sie Schlaf benötigen. Setzen Sie sich selbst keine festen Zubettgehzeiten.
- Hilfreich kann außerdem sein, täglich zur selben Uhrzeit aufzustehen, egal, wann Sie am Vorabend ins Bett gegangen sind. Des weiteren sollten Sie vermeiden, tagsüber zu schlafen, auch wenn es nur ein kurzer Mittagsschlaf ist. Denn dann hat Ihr Körper einen Teil seines Schlafbedarfes schon gedeckt.
- Vermeiden Sie am Abend schwere, fettige Kost! Natürlich sollen Sie nicht hungrig zu Bett gehen. Ein allzu voller Magen aber begünstigt Ihr Einschlafen sicherlich nicht.
- Wenn Sie regelmäßig unter Ein- und Durchschlafproblemen leiden, bietet es sich an, eine Entspannungstechnik zu erlernen. Progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder Autogenes Training können hierbei viel bewirken.
