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Schilddrüse und Jod - diese Zusammenhänge bestehen

Ein ausreichende Jodzufuhr ist für das Funktionieren der Schilddrüse unverzichtbar. Doch wofür braucht die Drüse das Spurenelement und was passiert, wenn nicht ausreichend davon zur Verfügung gestellt wird?

Die Schilddrüse braucht für ihre Funktion Jod.
Die Schilddrüse braucht für ihre Funktion Jod.

Dafür braucht die Schilddrüse Jod

Die Schilddrüse ist auf eine regelmäßige Jodzufuhr angewiesen, weil sie nur so ihre Aufgaben als Hormonproduzent in ausreichendem Maße erfüllen kann.

  • Jod wird als Baustoff der beiden Schilddrüsenhormone T3 (Thyroxin) und T4 (Trijodthyronin) gebraucht. Beide Hormone werden aus der Aminosäure Tyrosin und drei bzw. vier Jodatomen synthetisiert.
  • T3 ist zwar in deutlich höherer Konzentration im Blut als T4, ist aber auch weniger wirksam. Thyroxin wird zum Großteil zu Trijodthyronin umgebaut.
  • Die beiden Schilddrüsenhormone haben wichtige Aufgaben: Sie erhöhen den Grundumsatz des Körpers, indem sie sowohl die Herztätigkeit als auch die Körpertemperatur und den Fett- und Glukosestoffwechsel steigern. Außerdem sind sie maßgeblich am Längenwachstum und an der Gehirnentwicklung beteiligt. Die beiden Hormone steigern außerdem den Eiweißaufbau und somit den Aufbau der Skelettmuskulatur. Schließlich aktivieren T3 und T4 das Nervensystem.

Das kann bei Mangelzuständen geschehen

Jogmangel kann einen Mangel an Schilddrüsenhormonen zur Folge haben, was wiederum folgende Auswirkungen nach sich ziehen kann:

  • Jodmangel kann zur Ausbildung eines Kropfes führen. Ein Kropf ist eine Vergrößerung der Schilddrüse, die mit dem Ziel wächst, dem Mangel an Schilddrüsenhormonen durch Vergrößerung gerecht zu werden.
  • Ein Mangel an Schilddrüsenhormonen kann zu einer Senkung des Grundumsatzes führen. Gewichtszunahme, Antriebslosigkeit und trockene Haut können die Folge sein. Außerdem frieren diese Menschen schnell und haben wenig Appetit. Eine Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion, Mangel an Schilddrüsenhormonen) kann aber noch andere Ursachen haben als einen Jodmangel.
  • Vorgeburtlicher Jodmangel kann zum Bild des Kretinismus führen. Die Kinder zeigen Minderwuchs, Fettleibigkeit und eine verzögerte bzw. stark eingeschränkte geistige Entwicklung.
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