Alle Kategorien
Suche

Schiefer streichen - das sollten Sie beachten

Wie viele Naturprodukte hat Schiefer besondere Eigenschaften, die bei einem Anstrich zur Herausforderung werden können. Erfahren Sie hier, was Sie beachten sollten, wenn Sie Schiefer so streichen wollen, dass die Farbe auch dauerhaft hält.

Schiefer wird selten gestrichen.
Schiefer wird selten gestrichen.

Was Sie benötigen:

  • Spezial-Haftgrund für Naturstein
  • Hochdruckreiniger
  • Wasser
  • Bürste
  • Natursteinfarbe

Schiefer wird im Außenbereich Fassadenverkleidungen und Dachabdeckungen verwendet. Im Innenbereich finden Sie Schiefer als Kaminumrandungen, Bodenfliesen oder Wandfliesen.

Die Eigenschaften von Schiefer

  • Schiefer ist ein reiner Naturstein. Es gibt sehr unterschiedliche Schieferarten in verschiedenen Farbschlägen und Eigenschaften. Für den Hausbau kommt zumeist Tonschiefer in Grautönen zum Einsatz.
  • Tonschiefer ist das Ergebnis von natürlich entstehendem hohen Druck, der auf Tongestein ausgeübt wird. Dadurch ist Schiefer sehr dicht und schwer. Seine Oberfläche ist dennoch porös und kann Wasser aufnehmen.
  • Die Farbe von Schiefer verändert sich im Laufe der Zeit. Sonneneinstrahlung und Witterungseinflüsse hellen die zumeist dunkelgrauen Schieferplatten auf Fassaden auf. Das kann viele Jahre dauern, die Farbänderung kommt aber vor.
  • Mit seiner offenen und schiefertypisch kantigen Oberfläche bietet Schiefer Schmutz und Ablagerung sehr viele Möglichkeiten, sich dauerhaft einzunisten. Gerade in Badezimmern sollte er deswegen nicht eingesetzt werden, da er nicht säurebeständig ist und sich Kalkflecken deshalb schwer entfernen lassen.

Wenn Sie Schiefer streichen wollen

  1. Grundsätzlich sollten Sie sich dieses Vorhaben gut überlegen. Natursteine wie Schiefer wirken durch ihre Struktur und ihre natürliche Farbgebung. Auch etwas ausgeblichener, alter Schiefer sieht noch attraktiv aus. Meistens lohnt sich die Reinigung und Aufarbeitung durch einen Fachmann und Sie können darauf verzichten, den Schiefer zu streichen.
  2. Steht Ihr Entschluss fest, muss der Schiefer vor einem Anstrich zunächst gründlich gereinigt werden. Bei Außenflächen eignet sich dafür ein Hochdruckreiniger am besten. Sie müssen gründlich arbeiten und alle Ablagerungen entfernen, da ansonsten über diesen Stellen die Farbe abplatzen wird. Im Innenbereich erfolgt die Reinigung mit der Hand, sehr viel Wasser, einer Bürste und einem für Naturstein geeigneten Reiniger, der Fette und Kalk beseitigt.
  3. Nach der Reinigung lassen Sie den Schiefer gründlich trocknen, bevor Sie ihn streichen. Auch wenn er oberflächlich bereits trocken erscheint, hält sich die Feuchtigkeit in seiner offenen Struktur noch deutlich länger. Warten Sie also ausreichend lange. Schon wegen der Trocknungszeit eignet sich ein warmer, aber nicht heißer Tag am besten, wenn Sie Schiefer streichen wollen.
  4. Bevor Sie überhaupt Farbe auf den Schiefer streichen, bereiten Sie den Untergrund vor. Dafür benötigen Sie einen Haftgrund, der die schlechten Hafteigenschaften des Schiefers überbrückt und die Farbe haften lässt. Es muss ein Haftgrund sein, der speziell für den Anstrich auf Natursteinen gedacht ist. Ein namenloser Universalhaftgrund aus dem Baumarkt ist nicht geeignet. Verstreichen Sie den Haftgrund nach den Herstellerangaben und warten die erforderliche Trocknungsdauer ab.
  5. Auch bei der Farbe müssen Sie darauf achten, dass sie sich dazu eignet, auf einem Naturstein verarbeitet zu werden. Wenn Sie im Baumarkt keine passende Spezialfarbe finden, wenden Sie sich an einen Fachhandel für Malerbedarf. Wie beim Haftgrund gilt, dass Sie nicht einfach eine Universalfarbe auf den Schiefer streichen können. Das Ergebnis würde Sie enttäuschen und schon in kurzer Zeit abblättern. Im Außenbereich handelt es sich dann manchmal nur um einige Wochen und Ihre Fassade löst sich in großen Abplatzern vom Untergrund.

Schiefer ist kein idealer Untergrund, den Sie leicht streichen können. Eine Aufarbeitung unter Erhaltung der natürlichen Oberfläche ist deswegen immer die sinnvollere Lösung.

Teilen: