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Scheinselbständigkeit umgehen - so bekommen Sie neue Aufträge

Scheinselbständigkeit zu umgehen, ist nicht nur für den Selbständigen selbst, sondern auch für Arbeitgeber sehr wichtig. Sollte Scheinselbständigkeit vorliegen, können im Ernstfall riesige Nachzahlungen seitens der Rentenversicherung und Krankenkassen auf Sie zukommen.

Scheinselbstständigkeit vermeiden
Scheinselbstständigkeit vermeiden

Scheinselbständigkeit: Problem aller Berufsgruppen

Gerade für Freiberufler ist es wichtig, Scheinselbständigkeit zu umgehen. Im Ernstfall können sonst enorme Nachzahlungen bei der Rentenversicherung und der Krankenversicherung auf Sie zukommen.

  • Eine Scheinselbständigkeit liegt dann vor, wenn Sie, obwohl Sie selbständig sind, von einem Arbeitgeber abhängig sind. Das ist dann der Fall, wenn Sie nur einen einzigen Auftraggeber besitzen. Sie sind auch scheinselbständig, wenn Sie laut Vertrag Ihre Leistungen nicht auf andere Personen übertragen dürfen, ein eigener Arbeitsplatz fehlt, kein direkter Vorgesetzter vorhanden ist oder Sie nicht Mitglied einer Organisation wie der IHK sind.
  • Grundsätzlich liegt Scheinselbständigkeit vor, wenn Sie trotz des Status des Selbstständigen in einem Angestelltenverhältnis zum Auftraggeber stehen.
  • Scheinselbständigkeit ist nicht nur ein Problem der Freiberufler. Selbst Regalauffüller, Versicherungskaufleute, Subunternehmer im Baubereich, etc. kämpfen damit. Dabei ist es völlig irrelevant, was im Vertrag vereinbart wurde. Hier zählen nur die Tatsachen.

So umgehen Sie die scheinbare Selbständigkeit

  • Vermeiden Sie Scheinselbständigkeit, indem Sie mehrere Auftraggeber zur selben Zeit haben. Da eine ständige Kundenakquise ohnehin zum festen Tagesablauf eines Selbständigen gehört, dürfte das kein Problem sein.
  • Achten Sie darauf, dass in von Ihnen abgeschlossenen Verträgen eine freie Wahl des Arbeitsortes gegeben ist und Sie Ihre Zeit selbst frei einteilen können.
  • Außerdem sollte Ihnen der Vertrag die Möglichkeit offen lassen, auch für andere Auftraggeber arbeiten zu dürfen. Der Vertrag darf keine Kundenschutzklausel beinhalten.
  • Wechseln Sie nach einem Jahr den Auftraggeber, wenn Sie nur den einen haben oder lassen Sie sich bestätigen, dass in diesem Fall eine längere Mitarbeit an einem Projekt vorliegt. So können Sie eine Scheinselbständigkeit umgehen und müssen keine rechtlichen Konsequenzen fürchten.
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