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Scheidungskosten absetzen - so gehen Sie korrekt vor

"Bis dass der Tod Euch scheidet" - dieses Versprechen kann leider nicht von jeder Ehe vollzogen werden, weshalb sich viele Paare vor dem Scheidungsrichter wieder sehen. Zusätzlich zur seelischen kommen noch finanzielle Belastungen hinzu. Doch einen einzigen Trost gibt es hierbei, denn ein Teil der Scheidungskosten können Sie von der Steuer absetzen.

Nicht jede Ehe hält ein Leben.
Nicht jede Ehe hält ein Leben.

Was zu den Scheidungskosten zählt

  • Nicht alle Kosten, die im Rahmen einer Scheidung anfallen, können Sie von der Steuer absetzen. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber die Scheidungskosten in verschiedene Kategorien eingeteilt. So gibt es eine Kategorie der Anwalts- und Gerichtskosten, die im direkten Zusammenhang mit der Scheidung stehen, und dann gibt es Scheidungskosten, die aufgrund der Verteilung des Hausrates oder des Zugewinnausgleichsverfahrens anfallen. Als weitere Kategorien können die Kosten für Unterhaltszahlungen oder des Versorgungsausgleiches genannt werden.
  • Welche dieser Kosten Sie im Jahr Ihrer Scheidung absetzen können und welche nicht, wird immer wieder geändert. Um hier korrekte Auskünfte zu erhalten, sollten Sie sich an einen Steuerberater wenden.
  • Selbstverständlich zählen zu den Scheidungskosten sowohl die Anwalts- als auch die Prozesskosten. Abgesehen von diesen Kosten können Sie auch noch Kosten wie Briefmarken, Telefon oder Fahrten zum Anwalt absetzen.

Die außergewöhnliche Belastung absetzen

  • Um die oben genannten Kosten absetzen zu können, benötigen Sie eine detaillierte Rechnung von Ihrem Anwalt. Die Rechnung sollte aus dem Grund in die verschiedenen Kategorien aufgeteilt werden, da, wie bereits vermerkt, nicht immer alle Scheidungskosten absetzbar sind. Je detaillierter die Rechnung dargestellt wird, desto einfacher ist es für Sie, die Kosten abzusetzen.
  • Als Arbeitnehmer können Sie die Scheidungskosten als außergewöhnliche Belastung absetzen. Sie müssen nur beachten, dass Sie nicht 100% der Kosten in der Steuererklärung geltend machen können. Je nachdem, wie hoch Ihr zu versteuerndes Jahreseinkommen ist, müssen Sie einen bestimmten Prozentsatz der entstandenen Scheidungskosten selbst tragen. Nachdem sich dieser Prozentsatz zwischen ein und sieben Prozent bewegt, ist dies aber auch kein allzu großes Problem. Um hier keinen Fehler zu begehen, können Sie alle Kosten bei der Steuererklärung angeben und das Finanzamt errechnet den absetzbaren Betrag selbst.
  • Selbstständige können im Übrigen ebenfalls die Scheidungskosten absetzen. Hier gelten die gleichen Regeln wie für Arbeitnehmer.
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