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Scheckheftgepflegt - worauf Sie beim Gebrauchtwagenkauf achten sollten

Augen auf beim Gebrauchtwagen-Kauf. Dieser Leitsatz gilt auch für scheckheftgepflegte Wagen. Denn ein Scheckheft sagt nichts darüber aus, in welchem Zustand sich das Fahrzeug befindet, sondern lediglich, dass alle kilometerbezogenen Inspektionen gemacht wurden.

Scheckheftgepflegte Autos erziehlen einen guten Verkaufspreis.
Scheckheftgepflegte Autos erziehlen einen guten Verkaufspreis.

Die Vorteile der scheckheftgepflegten Autos

Das Scheckheft bietet eine kleine Sicherheit für den Gebrauchtwagenkäufer.

  • Jeder neue Wagen wird vom Werk aus mit einem Scheckheft ausgestattet. In diesem Scheckheft finden Sie Kilometerangaben wie z.B. "25.000 km erste Inspektion", "50.000 km zweite Inspektion" usw. Bei diesen Kilometerständen empfiehlt der Hersteller eine Inspektion durchzuführen.
  • Wenn die Fachwerkstatt eine Inspektion macht, trägt sie den Kilometerstand und das Datum in die entsprechende Spalte in dem Scheckheft ein. Wie z.B. eine 25.000-Km-Inspektion mit 24.975 km. Wenn regelmäßig alle im Scheckheft angegebenen Inspektionen eingehalten und eingetragen wurden, ist das Fahrzeug scheckheftgepflegt.
  • Wenn Sie also beim Verkäufer des Wagens das Scheckheft sehen, können Sie sicher sein, dass alle Inspektionen in der Fachwerkstatt gemacht wurden. Das heißt, es wurde in verschiedenen Intervallen z. B. ein Ölwechsel vorgenommen oder es wurden die Zündkerzen gewechselt. Ein scheckheftgepflegter Wagen bietet also zudem den Vorteil der Überprüfbarkeit.
  • Diese Scheckheftpflege wird auch zumeist von Besitzern betrieben, die dem Fahrzeug eine gewisse Wertschätzung entgegen bringen. Eine Inspektion kann nämlich schon mal richtig Geld kosten und dieses Geld auszugeben, obwohl man keine erkennbaren Schäden hat, setzt schon etwas Wertschätzung voraus.

Worauf Sie bei Inspektionsnachweisen achten sollten

  • Das schönste scheckheftgepflegte Auto ist nicht viel wert, wenn das Scheckheft von einem anderen Fahrzeug stammt. Also überprüfen Sie die im Scheckheft angegebene Fahrgestellnummer mit der eigentlichen Fahrgestellnummer am Fahrzeug.
  • Ein Scheckheft kann Ihnen natürlich auch nicht sagen, wie sein Besitzer mit ihm gefahren ist. Hat er die Kupplung schleifen lassen oder im kalten Zustand den Motor in den roten Bereich gedreht? Das sind alles Fragen, die Sie im Scheckheft nicht beantwortet bekommen.
  • Um auf Nummer sicher zu gehen, auch wenn der Wagen scheckheftgepflegt ist, sollten Sie einen Motortest machen lassen. Es gibt eine neue Methode, mit deren Hilfe Sie ohne großen Aufwand feststellen können, wie es mit dem Verschleiß des Motors aussieht. Bei dieser Methode wird eine Ultraschallmessung vorgenommen und die Verschleißgeräusche mittels Computer mit einer Vergleichsdatenbank abgeglichen.
  • Das Ergebnis könnte dann z.B. so aussehen: Ihr scheckheftgepflegter Wagen dürfte eine Kilometerleistung zwischen 85.000 km und 95.000 km haben. Sollten auf dem Tacho dann nur 45.000 km stehen, dann Finger weg. Diese neue Methode nennt sich Tacho-Spion und wurde zur Aufdeckung von Tachometerbetrug erfunden.
  • Genau so wenig kann Ihnen das Scheckheft darüber Auskunft geben, ob der Kotflügel verrostet oder der Auspuff defekt ist. Wenn Sie also ganz sicher gehen wollen, machen Sie eine Probefahrt mit dem scheckheftgepflegten Wagen zur nächsten DEKRA-Station und lassen Sie es Fachleute überprüfen.
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