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Schafe scheren - Möglichkeiten

Vielleicht haben Sie sie im Fernsehen schon einmal gesehen oder auf einem Bauernhof oder beim Schäfer beobachtet: die Schafschur. Oft wird sie in Ländern wie Neuseeland oder Schottland als großes Spektakel inszeniert, bei dem auch der schnellste Scherer ausgezeichnet wird. Rechtzeitig vor den hohen Temperaturen muss die Wolle weg. Bei kleinen Beständen und Hobbyhaltungen ist ein professioneller Scherer aber oft zu teuer. Aber keine Sorge nicht nur ausgebildete Profis können Schafe scheren, auch mit der Hilfe eines befreundeten Schäfers können auch Sie die Wolle der Tiere entfernen.

Hier erfolgt die Schafschur mit traditioneller Spezialschere.
Hier erfolgt die Schafschur mit traditioneller Spezialschere.

Schnell und professionell scheren lassen: Scherer

Da Scherer meist nur wenige Wochen im Jahr gebraucht werden, gehen sie die restliche Zeit im Jahr oft anderen Berufen nach. Da in Australien und Neuseeland die Zeit der Schur in unseren Winter fällt, gibt es aber auch Trupps, die um die Welt reisen und immer rechtzeitig zur Schursaison gebucht werden können. Das lohnt sich vor allem für große Betriebe. Scherer müssen einen Großteil ihres Einkommens in nur wenigen Wochen verdienen und arbeiten daher traditionell sehr schnell. Deshalb verlangen sie eine gute Vorbereitung und geeignete Arbeitsbedingungen.

  • Die Schafe müssen vor der Schur trocken sein. Nasse Wolle braucht etwa zwei Tage zum Trocknen. Bei regnerischem Wetter müssen die Schafe daher rechtzeitig eingestallt werden.
  • Die Scherer sind ausschließlich für die Schur zuständig. Die Vorbereitung und das Treiben müssen von separaten Arbeitskräften erledigt werden.
  • Vor der Schur sollte eine Wurmkur durchgeführt werden, Futterumstellungen müssen vermieden werden. Nasser Kot verklebt die Wolle und die Maschinen.
  • Die Scherer brauchen einen ausreichend großen, hellen und ebenen Arbeitsbereich.

Schafe selbst scheren

Wenn Sie sich keinen professionellen Scherer leisten können oder nur wenige Tiere geschoren werden müssen, können Sie auch selbst scheren. Dafür holen Sie sich am besten Rat bei einem Schäfer oder befreundeten Schafhalter und trommeln für den Tag einige Helfer zusammen. Grundsätzlich sollten Sie dabei die oben aufgeführten Punkte beachten, also: trockene Schafe, Wurmkur, gewohntes Futter und geeigneter Arbeitsplatz.

  • Ihr Experte wird Ihnen die klassische Schur in 40 Zügen mit der Maschine zeigen, alternativ kann auch eine traditionelle Schere benutzt werden. Zur Schur wird das Schaf auf die Hinterbeine gesetzt. In dieser Haltung bleiben die Tiere meist ruhig.
  • Dann gibt es einige Dinge zu beachten: Lassen Sie die Schafe von erfahrenen Personen zusammentreiben und zum Scheren bringen. Der Scherer sollte sich ganz auf seine Arbeit konzentrieren können.
  • Arbeiten Sie zügig. Wiederkäuer haben einen empfindlichen Verdauungstrakt, bleiben sie zu lange in der ungewohnten Position, können schwerwiegende Verdauungsprobleme auftreten.
  • Schafe, die zum ersten Mal geschoren werden, haben oft Angst vor den Geräuschen der Maschine. Auch hier hilft zügiges Arbeiten, um die Geduld der Tiere nicht zu sehr zu strapazieren. Sehr nervöse Tiere können Sie mit einer handbetriebenen Schere scheren.

Problemlos zum Ziel dank guter Vorbereitung

Die Schafschur verlangt einiges an Vorbereitung und sollte zügig und von erfahrenen Personen durchgeführt werden. Dann sind die Tiere ihre dicke Wolle schnell los und perfekt vorbereitet für den Sommer.

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