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Sauna-Clubs besuchen - Besonderheiten der russischen Banja

Wellnessbäder locken jedes Jahr viele Tausend Deutsche. Besonders die Saunabereiche sind beliebt. Es gibt auch einige Sauna-Clubs, die sich mit dem Saunavergnügen russischer Art – der Banja, Wobla und Weniki beschäftigen. Die Gebrauchsanweisung macht die Besonderheiten deutlich.

In der russischen Banja wird zur Dampferzeugung reichlich Aufgußwasser benötigt.
In der russischen Banja wird zur Dampferzeugung reichlich Aufgußwasser benötigt.

Sauna-Clubs, die die russische Banja im Programm haben, gibt es in vielen deutschen Großstädten. Doch sind es längst nicht nur Menschen aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion, die dort für ein paar Stunden ihren Körper und ihre Seele erholen möchten.

Sauna-Clubs - russische Banja besuchen

Die russische Banja ist ein gemütliches Plätzchen mit Funktionen, welche über die einer normalen Sauna im Sinne der Westeuropäer hinausgehen. Sie sollten sich vor dem Besuch wenigstens mental auf das Banja-Erlebnis vorbereiten. Was ist das Besondere an dieser russischen Institution?

  • Die Tradition des russischen Dampfbades reicht weit bis ins 12. Jahrhundert zurück. Als Erfinder gelten slawische und finno-ugrische Stämme, die als Jäger und Sammler im Ural und Sibirien beheimatet waren.
  • Die finnische Variante hat sich später in Westeuropa weit verbreitet, auch wenn sie dem Ursprung gegenüber etwas verändert ist. Die russische Banja hat weit weniger von ihrer ursprünglichen Art eingebüßt.

Dampfbad nach russischer Art

  • Die russische Banja ist normalerweise in einem kleinen Holzhäuschen abseits vom Haupthaus untergebracht. Ein wesentlicher Bestandteil ist ein vorgelagerter extra Waschraum, denn vor dem Saunagang steht das Körperreinigen an.
  • Im Waschraum gibt es eine Öffnung für den Banjaofen und einen Zugang zum Saunaraum nebenan. Stühle und ein Tisch fehlen auch nicht, denn nach dem Saunagang will man sich entspannen, meist gehört ein Tee oder Wodka dazu. In jedem Fall wird viel über Gott und die Welt diskutiert und geredet.
  • In der Banja können Sie nicht nur passiv schwitzen. Zu den Besonderheiten gehört das Quästen mit Birkenzweigen. Die sogenannten „Weniki“ tragen noch ihr Laub und werden vorher in Wasser eingeweicht. 
  • Die Gäste können sich damit selbst oder gegenseitig leicht schlagen. Das wirkt wie eine Massage. Die Blutzirkulation wird angeregt. Der Geruch der Birke sorgt für Frische. 
  • Im Gegensatz zur Trockensauna gibt es in der Banja Aufgüsse und viel Dampf. Die große Hitze von 80 bis 100 Grad Celsius lässt sich so besser vertragen.

Für einen Saunabesuch der besonderen Art empfehlen sich Sauna-Clubs mit speziellen Angeboten und Wellnesshotels. In letztgenannten Einrichtungen können Sie Ihrem Körper und der Seele für ein paar Tage eine Auszeit vom Alltagsstress geben.

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