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Sandsteinmauer richtig reinigen

Sandsteinmauern gibt es in einer Vielfalt, die beeindruckend ist, denn sie werden im Außenbereich, genauso wie im Innenbereich verarbeitet. Alte Bauernhäuser wurden beispielsweise früher und auch heute zum Teil noch aus Sandsteinen gebaut. Kamine erhalten durch eine Sandsteinmauer eine ganz besondere, faszinierende Wirkung. Aber wie kann man eine solche Sandsteinmauer reinigen?

So müssen keine Außensandsteinmauern aussehen.
So müssen keine Außensandsteinmauern aussehen.

Was Sie benötigen:

  • Bürsten
  • guter Steinmetz

Eine Sandsteinmauer ist etwas Besonderes

  • Ein Sandstein ist ein Naturstein, der sich aus verkitteten Sandkörnern, vorwiegend aus Quarz entwickelt hat. Die Sandkörner sind zwischen 0,063 und 2 mm groß. Je nachdem, in welcher Gegend er abgebrochen wird, kann er sich in der Farbgestaltung unterscheiden. Die Härte und Verwitterungsresistenz ist im Wesentlichen von seiner Bindung abhängig.
  • Man unterscheidet den Quarzsandstein, der sehr fest und hart ist, den Karbonsandstein, der sehr empfindlich gegen chemische Einflüsse ist und den tonigen Sandstein, der stark porös ist und wenig Festigkeit aufweist. Normalerweise ist Sandstein weiß bis grau, jedoch können ortsspezifische, mineralische Elemente, wie zum Beispiel Limonit, Hämatit oder auch Glaukonit zu gelb-bräun-rötlichen Farbunterschieden führen.
  • Aufgrund der besonders hohen Wasseraufnahmefähigkeit ist der Sandstein auch sehr fleckempfindlich. Je nachdem, aus welchem Stein die Sandsteinmauer gebaut worden ist, gibt es verschiedene Reinigungsmöglichkeiten.

Der Feger reinigt eine Mauer aus Sandstein

  • Es reicht oft, die Mauer durch Fegen von Spinnenweben zu befreien. Eine Sandsteinmauer, die auf Silikatbasis versiegelt ist, lässt sich leichter abstauben als eine aus roh verarbeitetem Stein.
  • Sollten Sie auf einer roh verarbeiteten Sandsteinmauer Flecken vorfinden, ist es zweifelhaft, ob die ganz zu entfernen sind. Sie können mit einer Bürste den aufliegenden Schmutz entfernen, aber nicht die inzwischen eingezogenen Wasser- oder Farbkomponenten.
  • Es gibt Steinmetzfirmen, die inzwischen geeignete Pflegemittel für die verschiedenen Sandsteinmauern anbieten. So soll angeblich ein quarzitisch gebundener Sandstein durchaus mit einem stark verdünnten, speziell hergestellten sauren Reiniger behandelt werden können. Dem entgegen stehen die karbonatisch und tonig gebundene Sandsteine, die grundsätzlich nur säurefrei gereinigt werden dürfen.
  • Eine Reinigung mit einem Hochdruckreiniger dürfen Sie auf keinen Fall vornehmen, denn damit zerstören Sie die Oberfläche der Sandsteinmauer unwiderruflich. Der Schaden wäre irreparabel. Das Beste ist immer, sehr vorsichtig mit der Sandsteinmauer umzugehen und so weit wie möglich mit Bürsten, evtl. mit einer feuchten Bürste zu versuchen, Verschmutzungen zu beseitigen.
  • Grundsätzlich sollten Sie bei weiteren Fragen um die Reinigung oder Renovierung Ihrer Sandsteinmauer einen Steinmetz oder einen Sanierungsbetrieb für Denkmalpflege befragen.
  • Es gibt Niederdruck-Wirbelstrahlverfahren, die manchmal einsetzbar sind, um die Sandsteinmauer zu reinigen. Sprechen Sie mit Ihrem Steinmetz.
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