Sandfilterpumpe selber bauen - so geht´s für den Pool

Hier arbeitet vielleicht ein Sandfilter. Hier arbeitet vielleicht ein Sandfilter.
Eine Sandfilterpumpe kann man selber bauen. Bei Beachtung einiger technischer Voraussetzungen ist es möglich, durch Bauen einer Sandfilterpumpe in Heimarbeit den privaten Pool mit sauberem Wasser zu versorgen. Sandfilter sind billig im Unterhalt und weisen einen guten Wirkungsgrad auf.
Wilfried Flammiger
18.01.2012 Wilfried Flammiger
Was Sie benötigen
Hierbei könnten Sie Hilfe brauchen
  • Behälter, ca. 100l, verschließbar (je nach Wassermenge)
  • Pumpe mit angepasster Leistung
  • Rohrmaterial 1''
  • Verteiler für Wassereinlauf und -auslauf
  • Mehrwegeventile

Wie die Sandfilterpumpe funktioniert

  • Die einfachste Methode zum Filtern von verschmutztem Wasser wäre ein offener Filter. Darunter versteht man einen großen, mit Sand gefüllten Behälter, in den drucklos Wasser einsickert, das am Boden wieder in sauberem Zustand abgeleitet wird. Das Prinzip erfordert aber eine große Fläche, um den notwendigen Durchsatz zu erzeugen, deshalb werden Druckanlagen bevorzugt.
  • Hier wird das Wasser mithilfe einer Sandfilterpumpe durch die Filtermasse gedrückt. Deshalb muss der Behälter einen gewissen Druck aushalten und er muss sich öffnen lassen, damit der Sand auch gewechselt werden kann. Der Filter muss eine so große Kapazität besitzen, dass der Inhalt des Pools innerhalb von maximal 5 Stunden umgewälzt werden kann.

So bauen Sie die Anordnung auf

  1. Der Einfachheit halber konzipieren Sie die Sandfilterpumpe so, dass der Einlauf oben am Behälter ist. Er muss dort auch ein Entlüftungsventil haben. Das Wasser muss zum gleichmäßigen Verteilen über eine Reihe von kleinen Bohrungen geleitet werden. Dazu bauen Sie eine sternförmige "Brause".
  2. Am unteren Ablauf haben Sie dafür zu sorgen, dass kein Sand mit in die Leitung gespült wird. Der Ablauf muss deshalb auch mit ausreichend feinen Öffnungen ausgestattet sein, die aber in der Summe wieder den geforderten Durchsatz gewährleisten.
  3. Der Behälter muss am Deckel einen absperrbaren Ablauf für belastetes Wasser haben, wenn der Sand durch "Rückspülen" gereinigt wird. Sie haben dazu den Ablauf so zu gestalten, dass dort auch Frischwasser eingepumpt werden kann. Mit Mehrwegeventilen und einer Kurzschlussleitung ist das gut machbar.
  4. Füllen Sie den Behälter zu 4/5 mit Sand. Unten kommt eine gröbere Körnung hinein als oben. Die DIN 4924 gibt dazu Vorgaben. Eine Mischung im Verhältnis von 60:40 mit einem silberhaltigen Zusatz verbessert die Standzeit und verhindert ein vorzeitiges Verkeimen des Sandes.
  5. Bauen Sie eine Pumpe ein, die bei einem Poolinhalt von 20m3 etwa 5m3 /h leistet. Sie muss den Inhalt täglich 2 - 3-mal umwälzen, je höher die Temperatur, desto öfter. Lässt der Durchsatz nach, muss mit einer Rückspülung der ausgefilterte Schmutz ausgewaschen werden.
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