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Sanddornwein selbstgemacht - ein Rezept

Im Weinhandel bekommt man zwar die tollsten Weine, ein selbstgemachter Wein ist aber etwas ganz besonderes, vor allem ein Sanddornwein.

Sanddornwein können Sie selber machen.
Sanddornwein können Sie selber machen. © Püppi / Pixelio

Zutaten:

  • 3 Liter Sanddornsaft
  • Zirka 2,5 cl Wasser
  • Zucker
  • trockene Backhefe
  • 8 leere gereinigte 1-Literflaschen
  • 1 Becher oder Trinkglas
  • 1 Trichter
  • 1 Haushaltsrolle oder Papierservietten
  • Gummringe

 Der Sanddornwein

Wein kann man auch selber herstellen, beispielsweise Sanddornwein.

  • Der Sanddorn ist eine Heilpflanze, deren Strauch von Anfang August bis Anfang Dezember Früchte trägt. Das Fleisch der Früchte enthält viele ätherische Öle und Vitamine. Sanddorn wird beispielsweise bei Vitaminmangel-Erscheinungen, aber auch Erkältungen oder Herzschwäche angewandt. Bekannt sind Sanddornsaft, Sanddorntee, Sanddornmarmelade und Sanddornbonbons. Es ist jedoch auch möglich, aus Sanddorn Likör oder Wein herzustellen.
  • Sanddornwein mögen vor allem Menschen, die sich bewusst ernähren, aber dennoch gerne einmal ein Glas Wein trinken. Es gibt ihn zwar nicht in jedem Supermarkt zu kaufen, doch Bioläden oder ausgewählte Weingeschäfte bieten ihn feil und auch über das Internet ist er zu haben. Eine Alternative zum gekauften Sanddornwein ist der selbstgemachte, den Sie dann mit der Familie genießen können, und auch Ihre Gäste freuen sich vielleicht, wenn Sie einen Wein des Hauses bekommen.
  • Sanddornwein können Sie natürlich aus reifen, aber keinesfalls bereits angefaulten Früchten, die sie gut gewaschen haben, machen, einfacher ist es jedoch, wenn Sie Sanddornsaft kaufen. Wichtig ist dabei, dass es sich um 100 % Sanddornsaft handeln muss.

Selbstgemachter Wein

  • Für drei Flaschen selbstgemachten Sanddornwein geben Sie 2 bis 3 cl Wasser, es sollte nicht eiskalt sein, sondern zirka 20 bis 25 Grad haben, in einen Becher und rühren einen Teelöffel Zucker und ½ Teelöffel Backhefe hinein. Diese Mischung muss nun erst einmal treiben, dafür bedecken Sie sie mit einem Bierdeckel, einer Untertasse oder Ähnlichem und stellen Sie in den Keller oder an einen anderen dunklen Ort, etwa die Speisekammer. Auf der Oberfläche entsteht im Laufe der Zeit eine Schaumschicht.  Wie lange es dauert, ist abhängig von der Raumtemperatur, im Keller dauert es etliche Stunden, in wärmeren Räumen geht es schneller.
  • Während die Hefe-Mischung im Dunklen steht, gießen Sie von den 3 Litern Sanddornsaft je einen ¾ Liter in vier gereinigte Literflaschen und geben zirka zweieinhalb Esslöffel Zucker dazu. Schütteln Sie die Flaschen, damit sich der Zucker auflöst.
  • Wenn die Hefe-Mischung so weit ist, geben Sie je ein Viertel des Schaums, der sich oben gebildet hat und von dem Zucker-Hefe-Wasser im unteren Teil des Glases zirka 3 Teelöffel in jede Flasche. Anschließend bedecken Sie die Flaschen mit je zirka drei Servietten oder Tüchern von Haushaltsrollen und befestigen sie mit einem Gummiring. Drehen Sie also keinesfalls Flaschendeckel auf die Flasche, denn es darf zwar keine Luft eindringen, die sich bildenden Gase müssen aber entweichen können.
  • Nun stellen Sie die Flaschen in einen dunklen Raum, damit der Gärungsprozess einsetzen kann. Die Gärung nimmt bei einer Raumtemperatur von zirka 25 Grad etwa zehn oder elf Tage in Anspruch, es kann auch einen Tag kürzer oder länger dauern. In kälteren Räumen dauert die Gärung länger.  
  • Wenn sich an den Flaschenböden eine Ablagerung gebildet hat und der Saft trübe aussieht, gießen Sie den Inhalt durch einen Trichter in vier weitere gereinigte Glasflaschen, jedoch ohne den Bodensatz. Das Ganze machen Sie zirka drei Mal im Abstand von einem oder zwei Tagen. Gießen Sie bei den ersten beiden Malen von relativ weit oben, damit der Saft etwas sprudelt. Wie oft und in welchem Abstand Sie das Getränk umschütten, hängt davon ob, ob es beim Probieren zu süß oder zu sauer ist. Ist es sehr süß, vergrößern Sie den Abstand auf zwei Tage, ist es eher sauer, schütten Sie in kürzeren Abständen um. Die Flaschen bleiben jeweils an ihrem dunklen Ort und werden wieder mit Servietten abgedichtet. Da beim Umschütten stets etwas in den Flaschen zurückbleibt, haben Sie am Ende drei Flaschen selbstgemachten Sanddornwein.

Die Herstellung von Sanddornwein ist also eine längerfristige Prozedur und es braucht vielleicht auch ein paar Versuche, bis er Ihnen schmeckt.

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