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Samenpflanzen richtig aufziehen - so geht's

Das Heranziehen von Samenpflanzen erfordert etwas Platz, ausreichend Licht und eine nährstoffarme Anzuchterde. Auch auf das richtige Gießen muss geachtet werden.

Sortenkennzeichnung ist bei der Pflanzenaufzucht wichtig.
Sortenkennzeichnung ist bei der Pflanzenaufzucht wichtig.

Was Sie benötigen:

  • Saatgut
  • Anzuchterde
  • Aussaatschale
  • Eisstäbchen
  • evtl. Teelöffel
  • Blumentöpfe
  • evtl. Joghurtbecher
  • Pflanzenerde

So geben Sie Samenpflanzen optimale Startbedingungen

Zum Anziehen von Samenpflanzen ist es nicht dringend nötig, dass Sie sich eine spezielle Anzuchtschale kaufen. Es eignen sich alle flachen Plastikgefäße, z. B. die Schalen, in die viele Supermärkte ihre Fleischwaren verpacken. Zwei solcher Schalen ergeben ein Anzuchtgefäß und einen passenden Deckel. So wird für die Samen eine Art Treibhausklima hergestellt.

  1. Krümeln oder sieben Sie die Anzuchterde in das Anzuchtgefäß und drücken Sie sie mit der Hand oder einem Brettchen leicht fest, sodass eine gerade, ebene Oberfläche entsteht.
  2. Legen Sie die Samen lt. Aufdruck auf dem Tütchen auf die Erde. Wenn Sie z. B. Tomaten oder Gurken als Samenpflanzen ziehen möchten, empfiehlt es sich, die Saatkörnchen mindestens 4 - 5 cm auseinanderzulegen. Kennzeichnen Sie bei diesem Arbeitsschritt das Saatgutgefäß, vor allem dann, wenn Sie unterschiedliche Pflanzen einer Sorte, z. B. Tomaten, großziehen.
  3. Sieben Sie anschließend eine dünne Schicht Anzuchterde über das Saatgut. Das nun notwendige Befeuchten der Erde sollte mit einer Blumenspritze erfolgen.
  4. Decken Sie die Anzuchtschale nun ab, und stellen Sie sie an einen warmen Platz. Bis zum Aufgang der Pflanzen muss dieser Platz nicht hell sein.
  5. Nach dem Aufgang der Samenpflanzen muss die Abdeckung abgenommen werden, da die jungen Sämlinge sonst faulen könnten. Auch ein sehr heller Platz ist jetzt notwendig, da die Pflanzen sonst "vergeilen", d. h., sie entwickeln sich nicht kräftig, sondern werden lang und gakelig.
  6. Die ersten beiden Blätter bei Samenpflanzen sind Keimblätter. Wenn die Pflanzen nach den Keimblättern mindestens 3 echte Blätter hat, müssen sie pikiert werden. Dazu heben Sie die Pflänzchen mit einem Eisstiel oder einem Teelöffel vorsichtig aus der Anzuchtschale heraus. Dabei sollte so viel Erde wie möglich an den Wurzeln haften bleiben.
  7. Setzen Sie die Samenpflanzen jetzt in kleine Blumentöpfe oder Joghurtbecher in gute Pflanzenerde ein und lassen sie so lange möglichst hell stehend weiterwachsen, bis sie nach den Eisheiligen im Garten ausgepflanzt werden können.
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