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Saftiger Gugelhupf - Backrezept

Saftiger Gugelhupf - Backrezept2:41
Video von Lars Schmidt2:41

Ein saftiger Gugelhupf erfreut nahezu jeden Gaumen, aber nur die wenigsten Genießer werden wissen, dass dieser Kuchen auf eine lange Geschichte zurückblicken kann: Rezepte für einen Gugelhupf-Kuchenteig gab es bereits im 17. Jahrhundert und während der Biedermeierzeit im 19. Jahrhundert erlangte er geradezu Popularität. Ein klassischer Gugelhupf, auch als Rodon- bzw. Napfkuchen bezeichnet, wird aus Hefeteig zubereitet und enthält meist Rosinen. Die „moderne“ Gugelhupf-Variante basiert auf einem Rührteig, den man nach Belieben durch Beigabe verschiedener Zutaten anreichern bzw. fein würzen kann. Mit dem lockeren Teig aus Eiern und viel Butter gelingt ein besonders saftiger Gugelhupf.

Zutaten:

  • 500g Mehl
  • 5 Eier
  • 250g Butter oder Margarine (zimmerwarm)
  • 200g Zucker
  • 4 TL Backpulver
  • 100-125ml Milch
  • 2-3 EL Rum oder 1 Fläschchen Rum-Aroma
  • 200g Rosinen
  • 100g Korinthen
  • 100g Zitronat (alternativ: Orangeat)
  • 50g Maraschino-Kirschen

Saftiger Napfkuchen: Ein Rezept für den beliebten Kuchen

  1. Fetten Sie eine möglichst große Gugelhupf-Form und heizen Sie den Backofen vor.
  2. Rühren Sie die weiche Butter oder Margarine auf höchster Stufe cremig. Nach und nach den Zucker und Vanillezucker unterrühren, bis der Schüsselinhalt schön gebunden ist.
  3. Fügen Sie die Eier einzeln hinzu und verrühren Sie jedes Ei etwa eine halbe Minute mit der Butter-Zucker-Masse, bis diese eine sahnige Konsistenz erreicht hat.
  4. Vermischen Sie das Mehl mit dem Backpulver und rühren Sie es esslöffelweise und abwechselnd mit der Milch sowie dem Rum(-Aroma) unter. Der Teig sollte schwer reißend vom Löffel fallen. Falls er zu zäh ist, müssen Sie ihn noch mit etwas Milch anreichern.
  5. Schneiden Sie die Maraschino-Kirschen in kleine Stücke und ziehen Sie diese zusammen mit den Rosinen, Korinthen und dem Zitronat (oder Orangeat) unter den Gugelhupf-Teig.
  6. Füllen Sie den Teig, aus dem binnen einer guten Stunde ein saftiger Gugelhupf wird, in die gefettete Form.
  7. Backen Sie den Gugelhupf-Teig im unteren Bereich des Backofens bei einer Temperatur von 150 bis 170 Grad Heißluft (oder 160 bis 180 Grad Ober-/Unterhitze) ungefähr 70 bis 80 Minuten. Machen Sie gegen Ende der Backzeit eine Garprobe.
  8. Lassen Sie den fertigen Gugelhupf noch etwa 10 Minuten in der Gugelhupf-Form auskühlen, bevor Sie ihn auf einen Kuchenrost stürzen.
  9. Bestreuen Sie den vollständig erkalteten Gugelhupf vor dem Servieren mit Puderzucker. Auf diese Weise bleibt er saftiger.

Varianten und Ideen für das Backen eines Gugelhupfs

  • Falls Sie weder Rosinen noch Zitronat mögen, können Sie den Napfkuchen auch ohne diese Beigaben zubereiten oder alternativ 1 Päckchen Schokotröpfchen unter den Teig heben. Es wird trotzdem ein saftiger Gugelhupf.
  • Die Menge an Rum(-Aroma) lässt sich selbstverständlich reduzieren bzw. man kann auch ganz darauf verzichten, sofern gewünscht.
  • In manchen Regionen hat es Tradition, den Gugelhupf ähnlich wie einen Marmorkuchen zuzubereiten, d.h. ein Drittel des Teiges braun einzufärben. Sofern Sie diese Variante bevorzugen, dürfen Sie nur 2/3 des Gugelhupf-Teigs in die Form füllen und können dann das restliche Drittel entweder mit ca. 20g Kakaopulver, 3 EL Milch und 15-20g Zucker verarbeiten oder 70g aufgelöste, dunkle Kuvertüre unter das abgeteilte Teigdrittel rühren. Verteilen Sie anschließend den Schokoladenteig auf dem hellen Gugelhupf-Teig und ziehen Sie eine Gabel spiralförmig durch beide Teigschichten.
  • Sie haben auch die Möglichkeit, den Gugelhupf – anstelle von Puderzucker – mit einer hellen oder dunklen Schokoladenglasur zu überziehen und diese mit Mandelblättchen oder gehackten Haselnüssen zu verzieren. Auch mit dieser Glasur bleibt der Gugelhopf saftiger als in natura.
  • Für einen sommerlichen Gugelhupf mit „karibischem Flair“ benötigen Sie zusätzlich 1 weiche große Banane und 150g Kokosraspeln. Trennen Sie die Eier und schlagen Sie das Eiweiß steif. Das Eigelb mit dem Zucker schaumig rühren, danach die Butter unterrühren. Die Banane zerdrücken oder in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Rum (alternativ: mit einem Schuss Kokoslikör), den Kokosraspeln, dem Mehl (mit Backpulver vermischt) unter die Butter-Eigelb-Zucker-Masse rühren. Am Tag des Backens ist der Gugelhupf aufgrund der Banane noch relativ feucht, deshalb schmeckt er erst einen Tag später richtig gut.
  • Angesichts der Advents- und Weihnachtszeit bietet es sich an, den fertigen Gugelhupf für eine stimmungsvolle Kaffeerunde besonders festlich zu verzieren. Sie benötigen 250g weiße Kuvertüre, 30g Kokosfett, 150g Marzipanrohmasse, gelbe Speisefarbe, gehackte Pistazien und einige (essbare) Gold- und Silberperlen. Hacken Sie die Kuvertüre und schmelzen Sie sie mit dem Kokosfett im Wasserbad. Den Gugelhupf mit dem fertigen Guss überziehen. Sieben Sie den Puderzucker und verkneten Sie ihn mit dem Marzipan. Halbieren Sie die entstandene Menge und färben Sie die Hälfte mit der gelben Speisefarbe ein. Rollen Sie beide Marzipan-Hälften aus und stechen Sie kleine Sterne (oder weitere Mini-Figuren Ihrer Wahl) aus. Bestreuen Sie die gelben Figuren mit den Pistazien und setzen Sie auf die „teigfarbenen“ Exemplare je 2-3 Perlen. Bringen Sie die Deko-Ausstecherle mit leichtem Druck auf dem Guss des Gugelhupfs an, sobald dieser ganz trocken ist.
  • Am Backtag ist der Gugelhupf zweifelsohne saftiger als am darauffolgenden Tag. Sie können übrig gebliebene Gugelhupf-Stücke natürlich auch portionsweise einfrieren.

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