In freier Natur ernähren sich Kaninchen von frischem Gras, Kräutern, jungen Ästen und Wurzeln. Um ein Wohnungskaninchen möglichst gesund zu füttern, muss man ihm neben Heu und Trockenfutter deshalb immer auch Saftfutter anbieten. Während sich im Winter Gemüse und Obst aus dem Supermarkt anbietet, kann man im Sommer Saftfutter auch selbst sammeln.
- 07.09.2010 Alexandra Forster
- Nicht jedes Saftfutter aus freier Natur ist für Ihr Kaninchen gesund. Sammeln Sie niemals Gras vom Weges- oder Straßenrand, das mit Abgasen oder Hundeurin in Berührung gekommen sein könnte. Saftfutter aus der Nähe von Feldern ist oft mit Düngemitteln belastet. Ebenfalls tabu ist vom Rasenmäher geschnittenes Gras.
- In großen Städten ist es schwierig, eine von Schadstoffen unbelastete Wiese zu finden. Oft sind Spielplätze, an denen Hunde verboten sind, der beste Platz, um Saftfutter für Wohnungskaninchen zu sammeln.
- Wenn Sie eine natürliche Wiese gefunden haben, fragen Sie sicherheitshalber beim Bauern nach, ob diese Wiese gedüngt wird.
- Bevor Sie mit dem Sammeln von Saftfutter beginnen, sollten Sie sich einen Naturführer kaufen, um giftige Pflanzen sicher zu umgehen. Zu den Giftpflanzen, die auf keinen Fall gefüttert werden dürfen, zählen Efeu, Eisenhut, Farn, Maiglöckchen, Buschwindröschen, Riesenbärenklau und viele mehr.
- Geeignet für Wohnungskaninchen sind frisches Gras, Löwenzahn, Spitzwegerich, Schafgarbe, Gänseblümchen, Pfefferminz- und Melissenblätter sowie Huflattich.
- Sammeln Sie das Saftfutter mit den Händen oder mit Hilfe einer kleinen Sichel und bewahren Sie es in einem luftigen Korb auf. In einer Plastiktüte verwelkt Saftfutter schnell, was die Verdauung Ihres Kaninchens belasten würde.
- Saftfutter von einer unbelasteten Wiese müssen Sie vor dem Füttern nicht waschen. Feuchtes Saftfutter kann sogar zu lebensbedrohlichen Blähungen bei Ihrem Wohnungskaninchen führen.
- Wenn Sie in den Wintermonaten wenig Saftfutter gefüttert haben, müssen Sie Ihr Wohnungskaninchen ganz langsam mit stetig wachsenden Portionen an das frische Saftfutter gewöhnen, um Beschwerden zu vermeiden.