- 08.12.2010 Yvonne Weber
- Spätestens, seit der Roman "Eat Pray Love" von Elizabeth Gilbert mit der bezaubernden Julia Roberts in der Hauptrolle verfilmt wurde, ist es in aller Munde: das Sabbatjahr. Ein ganzes Jahr den beruflichen Alltag vergessen, sich ganz der Familie widmen, eine Weiterbildung absolvieren oder durch die Welt reisen. Wer träumt nicht davon? Die all umfassende Stille in einem indischen Kloster erfahren, das Leben in Italien genießen, das australische Outback durchqueren oder auf Bali mit den Göttern leben.
- Mit ein wenig Vorbereitung ist eine Auszeit in Form eines Sabbatjahr möglich. Natürlich ist nicht jeder Arbeitgeber begeistert, wenn sich einer seiner Mitarbeiter für lange Zeit verabschieden will, deshalb ist eine gute Planung die wichtigste Voraussetzung.
Das Sabbatjahr gut vorbereiten
Ein Sabbatjahr hat nicht nur für Sie Vorteile. Auch Ihr Arbeitgeber kann von der Auszeit profitieren, und das sollten Sie ihm klarmachen, denn welcher Arbeitgeber ist nicht an erholten, motivierten, kraftvollen und gesunden Mitarbeitern interessiert? Auch Krisensituationen einer Firma lassen sich durch ein Sabbatjahr von Mitarbeitern überbrücken.
- Sprechen Sie rechtzeitig mit ihrem Arbeitgeber über Ihre Pläne. Auch die Firma muss Ihr Sabbatjahr langfristig planen können.
- Für ein Sabbatjahr benötigen Sie finanzielle Ressourcen und im Idealfall angesparte Zeit. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dies mit dem Arbeitgeber zu klären. So können Sie über Monate Überstunden auf einem Zeitkonto ansparen. Kalkulieren Sie nicht in Anspruch genommene Urlaubstage mit ein.
- Verhandeln Sie mit Ihrem Arbeitgeber über ein Teilzeitmodell. Indem Sie weiter in Vollzeit arbeiten, können Sie eine Menge Stunden für das Sabbatjahr ansparen.
- Klären Sie die Dauer Ihrer Auszeit. Ein Sabbatjahr kann zwischen einem und zwölf Monaten dauern. Sprechen Sie ab, wann Sie an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren.
- Schließen Sie vertraglich eine Kündigung während dem Sabbatjahr aus und sichern Sie sich gegen eine mögliche Insolvenz der Firma ab.
- Wenn Ihr Arbeitgeber mit dem Sabbatjahr nicht einverstanden ist, dann ist Ihre Alternative die Kündigung. Das hat den Nachteil, dass Sie sich selbst versichern müssen. Sie sollten in dem Fall über ein großes finanzielles Polster verfügen.
- Wenn Sie eine lange Reise geplant haben, dann besteht in vielen Ländern die Möglichkeit, während Ihres Sabbatjahres zu jobben. Klären Sie das vorher mit dem potentiellen Arbeitgeber des Ziellandes ab.
Reisen, statt im Job schuften - Sabbatjahr im Ausland
- Stellen Sie sicher, was mit Ihrer Wohnung passiert. Damit Sie nicht durch Miete belastet werden, bietet es sich an, während dem Sabbatjahr die Wohnung an Dritte zu vermieten.
- Legen Sie Ihre Reiseroute vorher fest. Erkundigen Sie sich genau über die Besonderheiten, Sitten und Gepflogenheiten der Länder, die Sie während dem Sabbatjahr bereisen möchten.
- Gehen Sie vor dem Start zu Ihrem Hausarzt, und lassen Sie Ihre Impfungen überprüfen. So müssen Sie beispielsweise sicherstellen, ob Ihre Tetanus-Impfung noch aktuell ist. Lassen Sie sich außerdem gegen Hepatitis und bei Bedarf gegen Malaria impfen. Ins Gepäck gehört eine Notfallapotheke mit dem wichtigsten Arzneimitteln und Verbandsmaterial.
- Wenn Sie unterwegs jobben möchten, dann erkundigen Sie sich bereits daheim nach dem Angebot ihres Ziellandes.
- Nehmen Sie auf Ihr Sabbatjahr im Ausland nur so viel Gepäck mit wie nötig. Unterwegs können Sie immer noch etwas nachkaufen.
- Überprüfen Sie die Gültigkeit Ihres Reisepasses und Personalausweises.
- Überprüfen Sie Ihre Geldkarten. Es empfiehlt sich, nicht mit großen Mengen Bargeld zu reisen. Eine Visa-Card ist mindestens erforderlich.
Mit einer sorgfältigen Planung und ausreichenden Vorbereitung wird das Sabbatjahr ein unvergessliches Erlebnis.