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Rückewagen im Eigenbau herstellen - hilfreiche Hinweise

Ein industriell hergestellter Rückewagen ist für den professionellen Einsatz konzipiert und als solcher recht teuer. Wer ihn nur sporadisch braucht, aber dennoch auf die Arbeitserleichterung angewiesen ist, kann auf den Eigenbau zurückgreifen. Auf Unterstützung durch Fachleute können und sollten Sie dabei nicht völlig verzichten.

Das Pferd ist dem Rückewagen gewichen.
Das Pferd ist dem Rückewagen gewichen. © Michael_Baudy / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • geeignetes Fahrgestell
  • Profileisen für die Rungen
  • Ketten 8-10 mm
  • atabile Frontbordwand
  • Bolzen u. Schrauben, 12 mm
  • Schweißgeräte/Schneidbrenner
  • Winkelschleifer

Ein Rückewagen ist ein Zweckfahrzeug

  • Vielfach ist das Gelände in Waldgebieten so unwegsam, dass große Holztransporter die Zugangswege nicht befahren können. In solchen Fällen dient ein Rückewagen dazu, die geschlagenen und entasteten Stämme an gut zugängliche Sammelplätze zu transportieren. 
  • Der Rückewagen benötigt keine Zulassung zum öffentlichen Straßenverkehr, wenn er nur im Wald verkehrt. Seine Bauweise ist rein zweckorientiert. Alles, was nicht seiner Verwendung dient, kann weggelassen werden. Wichtig ist dagegen die Vorsorge gegen Unfälle, die besonders bei starken Gefällen auftreten können.

Der Eigenbau muss gut geplant werden

  • Je nachdem wie groß die Tragfähigkeit Ihres Rückewagens sein soll, müssen Sie sich für eine passende Achse entscheiden. Für den Eigenbau bietet sich die einfache, ungefederte Achse ohne Pendelfunktion und mit breiter Spurweite an. Verwenden Sie nach Möglichkeit großvolumige Niederdruckreifen, die eine große Auflagefläche auf den weichen Waldböden bieten.
  • Als Rahmen sollten Sie immer einen aufgesattelten mit Hitchkupplung bevorzugen. Ein solches Fahrzeug lässt sich leicht manövrieren und erhöht die Zugkraft am Zugfahrzeug erheblich. Bauen Sie den Rahmen auf jeden Fall so hoch, dass er die Räder überragt, um die Stämme auch darüberrollen zu können.
  • Auf eine Ladefläche verzichten Sie besser. Es genügt, wenn der Rahmen 4 Querstreben hat, an denen die Rungen angelenkt werden. Bei weniger Querstreben wird kurzes Holz nicht sicher gehalten.
  • Möchten Sie einen vorhandenen Greifer auf dem Rahmen montieren, muss dieser die zusätzliche Belastung aushalten können. Besonders ist dann für ausreichende Verwindungssteifigkeit zu sorgen und für eine Abstützung gegen das Kippmoment beim Be- und Entladen.
  • Ein Rückewagen ohne Greifer muss umlegbare Rungen haben. Sie ermöglichen das Beladen und Entladen durch Rollen der Stämme. Beachten Sie hier immer die Hangabtriebskraft der schweren Stämme. Schweißen Sie an den Rahmen Aufnahmelaschen für Schrägen zum Anlegen, auf denen das Holz gewälzt werden kann.
  • Bauen Sie eine vordere Bordwand an Ihren Eigenbau. Sie schützt bei Bergabfahrt vor nach vorn rutschenden Stämmen und damit vor großer Unfallgefahr. Legen Sie besonderes Augenmerk auf wirksame Bremsen an Ihrem Eigenbau. Frisches Holz wiegt bis zu 0,7t je m³ und schiebt ein leichtes Zugfahrzeug schnell über den Haufen.
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