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Router als Repeater nutzen - so geht's

Router als Repeater nutzen - so geht's0:38
Video von Marie Pertz0:38

Mit dem Einzug der WLAN-Technik in die Haushalte ist es gelungen, eine Freiheit zu schaffen, welche unter anderem die Nutzung des Internets von jedem erdenklichen Platz innerhalb der Funkreichweite für eine annähernd unbegrenzte Zahl an zugreifenden Rechnern ermöglicht. Um diese Grenzen zu erweitern, können Router als Repeater eingesetzt werden. Dies ist in der Tat ein großer Mehrwert für den Nutzer, da diese Form der flexiblen sowie mobilen Internetnutzung weitere interessante Möglichkeiten eröffnet.

Router als Repeater nutzen

  • Wie die meisten technischen Lösungen hat auch diese Technik Ihre Grenzen. So ist die Reichweite des Routers meist auf eine Wohnungsetage begrenzt. Eine vollständige Funknetzabdeckung hängt hier zudem auch noch von der Fläche der Wohnung ab und von der Beschaffenheit der Wände und Decken, welche die Funkwellen erst überwinden müssen. Hierin sind dann meist auch höhere Leistungsverluste begründet, da der massivere bauliche Widerstand zulasten der Sendeleistung geht. Möchte man nun beispielsweise auch im Keller via WLAN Zugriff auf das Internet haben, ist guter Rat oftmals sehr willkommen.
  • Um das Funksignal in seiner Reichweite zu optimieren, gibt es sogenannte Repeater. Diese fangen das schwächelnde Funksignal Ihres WLAN-Routers auf und geben dieses entsprechend verstärkt weiter. Je nachdem welche Strecke Sie hierbei überwinden müssen, können Sie eine beliebige Anzahl von Repeatern zwischenschalten. Hierbei handelt es sich um eine saubere Möglichkeit große Wohnflächen sowie ganze Häuseretagen mit einem adäquaten Funknetz zu versorgen, welches unter anderem auch für das Telefonieren im Radius der Netzabdeckung mit entsprechenden sowie mobilen Handgeräten einsetzbar ist.
  • Voraussetzung für die Positionierung ist in erster Linie die Anschlussmöglichkeit des Gerätes in Form einer Steckdose für die Stromversorgung. Für eine möglichst optimale Distanzausbeute gelten im Grunde die gleichen Regeln, wie im ersten Absatz bereits beschrieben. Als kleine Tuningvariante gibt es auch einfache Bauanleitungen für einen Funkwellenreflektor, welcher rund um die Router- bzw. Repeaterantenne angebracht wird und damit den Wirkungsgrad der Antenne nochmals verbessert. In diesem Zusammenhang kann dann möglicherweise sogar auf sehr günstigem Wege der Einsatz eines Repeaters überflüssig gemacht werden.
  • Bevor Sie nun loslaufen, um sich mit einem oder mehreren neuen Repeatern zu versorgen, sollten Sie wissen, dass anstatt eines Repeaters auch ein nicht mehr genutzter Router, oder gegebenenfalls einen nicht mehr genutzten WLan-Switch, die Funktion eines Repeaters erfüllen kann. Denn diese Geräte sind in der Regel technisch für eine Repeatfunktion ausgelegt und müssen deshalb lediglich entsprechend konfiguriert werden.

Router als Repeater konfigurieren

  1. Beim Konfigurieren des Routers müssen Sie in der Menüführung des Routers zunächst die Repeatfunktion des als Repeater vorgesehenen Routers aktivieren. Sofern Sie diese Möglichkeit nicht vorfinden sollten, macht ein Firmware-Update gegebenenfalls Sinn, da die Repeatfunktion oftmals erst in Folgeversionen der ursprünglichen Firmware vorgesehen war.
  2. Nun sollten Sie die Konfiguration der Netzwerkeinstellungen sowie Funknetzeinstellungen Ihres zukünftigen Repeaters an die Einstellungen Ihres Routers anpassen. Dies bedeutet, dass hier die Subnetmask sowie der Nummernbereich der IP-Vergabe entsprechend angeglichen werden müssen. Dabei ist jedoch darauf zu achten, dass der Repeater eine eigene im Netzwerk einzigartige IP (feststehende IP) zugewiesen bekommt.
  3. Die Einstellung einer automatischen DHCP-Vergabe ist hier eher fehl am Platze. Darüber hinaus sollten die nötigen Einstellungen aus der dem Gerät beiliegenden Betriebsanleitung zu entnehmen sein. Ist keine Betriebsanleitung mehr vorhanden, kann hier ein wenig „googeln“ nicht schaden. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass auch der Repeater mit einem entsprechenden Passwortschutz versehen ist, welcher mit den Einstellungen des Routers identisch sein sollte, um zukünftige Komplikationen zu vermeiden.

Wenn die Konfiguration entsprechend erfolgreich war, sollte nun der Erweiterung Ihrer häuslichen Funkmobilität nichts mehr im Wege stehen. Darüber hinaus haben Sie durch die Nutzung der ansonsten brachliegenden Ressourcen, in Form des Router-Altgerätes Geld gespart, denn ein neuer Repeater hätte Sie sicher um die vierzig bis fünfzig Euro gekostet.

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