Alle Kategorien
Suche

Rottweiler-Welpen - die Erziehung gelingt so

Die Entwicklung von Rottweiler-Welpen wird je nach Lebensalter in verschiedene Phasen eingeteilt. Die Erziehung erfolgt dabei besonders während der Sozialisierungsphase. In dieser Zeit ist es für Sie nicht schwierig, Ihrem jungen Hund die wichtigsten Regeln beizubringen.

Rottweiler-Welpen sollten Sie richtig erziehen.
Rottweiler-Welpen sollten Sie richtig erziehen. © BarbaraM. / Pixelio

Mit Rottweiler-Welpen während der Prägephase umgehen

Rottweiler-Welpen entdecken während der Prägephase, die mit der vollendeten 3. Lebenswoche beginnt und bis zum Ende der 7. Lebenswoche dauert, ihre Umwelt. Sie könnten diese Phase auch als Zeit der Zuwendung zur Außenwelt bezeichnen.

  • Beachten Sie, dass die während dieser Zeit gewonnenen Umwelteinflüsse Ihren Hund ganz besonders prägen und er diesen Eindruck nicht mehr vergisst. Während dieser Phase beginnt beispielsweise die Sozialisation mit Menschen und die Entscheidung über das zukünftige Verhalten eines Hundes zu Personen.
  • Es ist wichtig für Sie, zu wissen, dass sich junge Hunde, die in der Prägephase Menschen nicht riechen und sehen können oder von Personen nicht angefasst werden wollen, zu völlig scheuen und wilden Tieren entwickeln können. Dies kann tiefgreifende Folgen für die Wesensentwicklung und die spätere Grundeinstellung eines Hundes zur Umwelt haben und dessen Erziehung sehr schwierig machen.
  • Bedenken Sie, dass Aufzuchtfehler in dieser Zeit, beispielsweise eine ständige Zwingerhaltung, in der Regel zu ausgeprägten Verhaltungsstörungen führen können, die nur noch schwer zu beheben sind. Daraus ergibt sich auch, dass nicht nur die genetischen Veranlagungen und die Erbanlagen einer Hunderasse für die charakterliche Entwicklung und das Verhalten Ihres Hundes verantwortlich sind.

Erziehung bei jungen Hunden durchführen

Die Sozialisierungsphase beginnt meist mit der 8. Lebenswoche und kann bis zur 16. Lebenswoche andauern. In der Zeit gewöhnen Sie den Rottweiler-Welpen an möglichst viele verschiedene Umweltreize und an den Umgang mit anderen Hunden und Menschen.

Es gibt viele Meinungen von Hundebesitzern und Hundetrainern, wie ein Hund mit …

  • Hundewelpen lernen nur etwa bis zur 20. Lebenswoche ganz besonders und intensiv. Erfahrungen, die sie in dieser Zeit gemacht haben, können im späteren Leben der Hunde von Ihnen nur noch mühevoll verändert werden.
  • Zu diesen Erfahrungen gehört nicht nur der Kontakt zu vielen Menschen, sondern auch der zu unterschiedlichen Hunderassen. Beachten Sie jedoch, dass Sie erwachsene Kontakthunde gezielt auswählen sollten, denn die allgemein verbreitete Meinung, dass es so etwas wie einen Welpenschutz gibt und dass ein erwachsener Hund einem Welpen nichts tut, ist nicht richtig.
  • Wichtig in der Erziehung von Rottweiler-Welpen ist das Kennenlernen von Menschengruppen, von großen Tieren und von Wasser sowie die Teilnahme am ganz normalen Alltag, um zum späteren Zeitpunkt den Wesenstest für Listenhunde nach der Landeshundeverordnung zu bestehen.
  • Zudem muss der Welpe wichtige Regeln des Soziallebens lernen, um als Mitglied der Gemeinschaft zu leben und sich ein- und unterzuordnen. Während der Erziehung lernt er beispielsweise, welche Gegenstände für ihn tabu sind und dass er Schuhe oder Stuhlbeine nicht anknabbern darf. Auch das Gehen an der Leine oder die Stubenreinheit wird vorzugsweise in der Sozialisierungsphase erlernt. Dabei ist eine gewaltfreie Erziehung selbstverständlich.
  • Beachten Sie, dass klare, kurze, eindeutige und immer gleichbleibende Kommandos schnell zum Erfolg führen, wenn Sie Ihren Welpen innerhalb von einer Sekunde belohnen. Man nennt dies positive Verstärkung.
  • Damit Ihr Welpe die gewünschten Kommandos erlernt, diese auch nicht wieder vergisst und sie darüber hinaus auch in Gefahrensituationen sicher befolgt, müssen sie diese ständig und an vielen unterschiedlichen Orten unter verschiedenen Bedingungen - auch unter Ablenkung - trainieren.
  • Ein wichtiges Thema in der Hundeerziehung ist die Stubenreinheit. Ihr Welpe muss dabei zuerst einmal lernen, dass er sein "Geschäft" nur im Freien machen darf. Daher sollten Sie ihn zu Anfang nach dem Schlafen und nach der Fütterung zum gewünschten Platz bringen. Es sollte sich dabei immer um exakt den gleichen handeln.
  • Hat sich Ihr Hund erleichtert, müssen Sie ihn mit hoher Stimme überschwänglich loben und streicheln, damit er merkt, dass er alles richtig gemacht hat. Erst wenn er gelernt hat, sein "Geschäft" draußen zu machen, kann auf das Loben langsam verzichtet werden.
  • Da ein junger Hund noch nicht so gut seinen Schließmuskel kontrollieren kann, sind Rückschläge besonders in der Nacht zu erwarten. Nachträgliches Schimpfen nutzt wegen der fehlenden Ein-Sekunden-Zuordnung nichts. Sie sollten die Unfälle ignorieren und den Kot oder den Urin beseitigen, wenn Ihr Hund nicht dabei ist.
  • Verzichten Sie beim Erlernen der Stubenreinheit auf das häufig empfohlene sofortige Drücken der Nase in das "Geschäft". Ihr Hund lernt nur daraus, dass Urinieren in Anwesenheit des Besitzers zu negativen Konsequenzen führt, jedoch nicht, dass er sich draußen entleeren soll. Er wird das nächste Mal in einen Raum gehen, in dem Sie sich nicht befinden.
Teilen: