Rottweiler als Zweithund halten - das sollten Sie beachten

Liebe mit Größenunterschied. Liebe mit Größenunterschied.
In der Regel ist es vollkommen egal, für welche Rasse Sie sich entscheiden, wenn es um einen Zweithund geht. Denn wie bei uns Menschen spielt auch bei den Hunden die Sympathie eine große Rolle. So können zum Beispiel Dackel und Rottweiler die besten Freunde werden, wenn die Chemie stimmt.
Alexandra Muders
19.08.2011 Alexandra Muders
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
  • Zeit
  • Geduld
  • Aufmerksamkeit
  • Zuwendung
  • Hundeerziehung
  • Genügend Platz

Auch wenn der Größenunterschied enorm ist, können kleine Rassen sehr gut mit großen Artgenossen auskommen. Wichtig ist, dass sich beide Hunde mögen und das Leben im Rudel zusammen mit den Menschen akzeptieren.

Der Rottweiler als zweiter Hund - so klappt es

  • Der Rottweiler gehört zu den Begleit- und Gebrauchshunden und ist ein sehr intelligenter und gehorsamer Hund. Wie bei allen anderen Rassen aber auch, muss der Rottweiler bereits ab dem Welpenalter eine gute Hundeerziehung erfahren. Der Rottweiler kann, obwohl er auch ein Aufpasser ist, durchaus als treuer Familienhund bezeichnet werden. Dennoch neigt das Tier manchmal zur Dominanz und bei einer Einzelhaltung können Herrchen oder Frauchen auch gerne als Eigentum betrachtet werden. Dies müssen Sie bei der Anschaffung von einem Zweithund unbedingt mit in Ihre Planungen einbeziehen.
  • Hunde sind Rudeltiere und leben gerne mit einem Artgenossen zusammen. Wenn Sie bereits einen Hund haben und einen Rottweiler als Zweithund kaufen möchten, dann sollten Sie zuerst den Charakter Ihres Hundes einschätzen können. Dazu spielen verschiedene Faktoren wie das Alter Ihres Hundes, sein Temperament und seine Art eine große Rolle. Denn nur wenn zwischen beiden Hunde die Chemie stimmt, kann das Zusammenleben auch wirklich gut funktionieren.
  • Rottweiler kommen in der Regel mit Artgenossen und sogar mit Katzen gut aus. Dabei ist es aber wichtig, dass der Rottweiler von klein auf Kontakt zu diesen Tieren hat. Ein ausgewachsenes Tier stellt oft hohe Besitzansprüche und will das, was es hat, nicht mit anderen teilen. Wichtig ist auch, dass Sie keine Eifersucht aufkommen lassen. Sowohl zwischen den Tieren, als auch zwischen Ihnen als Hundehalter und den Tieren darf es nicht zu Eifersüchteleien oder kleinen Machtkämpfen kommen.
  • Die Zusammenführung gelingt Ihnen am besten, wenn Sie den Rottweiler als Zweithund bereits im Welpenalter zu sich holen. Das Tier sollte bis dahin schon eine Grunderziehung genossen und im Rudel soziales Verhalten gelernt haben. Wenn der Rottweiler Zweithund werden soll, dann nehmen Sie Ihren Hund zu dem Termin am besten mit. So können sich die Tiere bereits bei dem Züchter beschnuppern und Sie werden schnell merken, ob die Hunde Freunde werden können oder nicht.
  • Natürlich muss sich nicht nur der Rottweiler als Zweithund in die Familie einfügen, sondern auch Ihr anderer Hund muss sein Verhalten dementsprechend anpassen. Als Hundehalter müssen Sie darauf achten, dass jedem Tier ausreichend Platz zur Verfügung steht und jeder Hund auch Zeit für sich selbst bekommt. Tiere, die keine Möglichkeit haben, sich aus dem Weg zu gehen, werden dauerhaft nicht miteinander auskommen können.

Ihr neuer Zweithund - ist der Rotti ein Kampfhund?

  • In einigen Ländern wird der Rottweiler als sogenannter Listenhund geführt. Die Rasse wurde in die Kategorie II der Kampfhundeverordnung aufgenommen und muss in einigen Bundesländern einen Wesenstest durchlaufen.
  • In Bayern, Brandenburg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen wird die Gefährlichkeit der Rasse vermutet, kann aber durch einen speziellen Wesenstest widerlegt werden. Das Bundesland Hessen macht keinen Unterschied zwischen den Kategorien und stuft den Rottweiler als gefährlich ein.
  • Da die Rasse sehr wesensfest ist, kommt es meist nur dann zu einer Gefahr, wenn der Hund nicht ausreichend sozialisiert worden ist und falsch gehalten wird. Durch einige Beißvorfälle ist der Ruf des Rottweilers leider verschlechtert worden. Daher ist es gerade bei dieser Rasse wichtig, das Tier artgerecht zu halten und von Beginn an zu erziehen und in die Gemeinschaft einzubringen.

Lassen Sie sich von dem Züchter beraten und besuchen Sie den Welpen dort einige Male. Bald werden Sie merken, ob der junge Rottweiler zu Ihrem Zweithund werden könnte oder nicht.

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