Rosen überwintern - das müssen Sie beachten

Die letzte Rose liegt auf Eis. Die letzte Rose liegt auf Eis.
Rosen unbeschadet überwintern - gewusst wie. Nicht alle im Gartenmarkt angebotenen Rosen sind für alle Standorte geeignet. Viele überstehen einen harten Winter ohne besondere Schutzmaßnahmen nicht. Stellen Sie sich darauf ein, wenn Sie Rosenliebhaber sind.
Wilfried Flammiger
30.11.2011 Wilfried Flammiger
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
  • Zusätzliche Erde
  • Nadelbaumreisig
  • Schilfmatte
  • Jutesäcke
  • Pfähle

Welche Rosen die richtigen für Sie sind

  • Schon innerhalb Deutschlands gibt es deutliche Unterschiede in den klimatischen Verhältnissen. Dementsprechend werden auch von den Rosenzüchtern verschiedene Sorten für die gegebenen Bedingungen gezüchtet.
  • Besonders Neulinge unter den Rosengärtnern sollten sich daher fachlichen Rat in der Gärtnerei holen, welche Sorten für den Standort geeignet sind. Fangen Sie mit alteingesessenen, robusten Sorten an, wenn Ihr Garten nicht eben in einem geschützten Tal mit milden Wintern liegt.

So helfen Sie den Pflanzen, zu überwintern

  1. Stellen Sie spätestens Anfang August das Düngen mit Stickstoff ein. Stickstoff regt die Pflanze an, Wasser in die grünen Teile zu pumpen. Die Zweige können nicht verholzen und werden herunterfrieren. Eine leichte Düngergabe ohne Stickstoff ist dagegen im August noch möglich.
  2. Schneiden Sie die Rosen zum Überwintern nicht generell zurück. Nur wirklich lange, störende Triebe können moderat eingekürzt werden. Kletterrosen bleiben grundsätzlich unbeschnitten. Das Zurückschneiden erfolgt im Frühjahr, wenn zu sehen ist, welche Triebe gesund ausschlagen.
  3. Häufeln Sie die Strauchrosen und Edelrosen 20 cm hoch an. Die Veredelungsstellen der Rosen liegen dann nicht frei und der Frost dringt weniger tief in den Boden ein. Zum Anhäufeln nehmen Sie Boden aus der Umgebung, oder Sie kaufen Komposterde, die im Frühjahr einfach verteilt werden kann.
  4. Schützen Sie die Triebe im Winter vor Zugluft und Sonne. Zugluft verstärkt den Kälteeffekt und Sonne trocknet die Zweige aus, wenn vom Boden wegen Frost kein Wasser gefördert werden kann. Nadelbaumreisig ist ein bewährtes Mittel dafür, es beschattet, bricht den Wind und hält Schnee fest.
  5. Stämmchenkronen packen Sie am besten mit einem Jutesack ein, der unten zugebunden wird. Vermeiden Sie zum Überwintern dringend das Verwenden von Folie. Sie wirkt wie ein Treibhaus, wenn die Sonne scheint und die Krone brennt aus oder schimmelt. Auch das Umwickeln mit einer hohen Schilfmatte ist ein guter Schutz, besonders für Kletterrosen.
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