Rosen richtig beschneiden

Mit dem richtigen Rosenschnitt erleben Sie ein Blütenmeer. Mit dem richtigen Rosenschnitt erleben Sie ein Blütenmeer.
Nicht umsonst wird die Rose auch die Königin der Blumen genannt. Ob als Busch, als Hecke, als Sichtschutz oder als Stämmchen. Der richtige Rosenschnitt beugt der Vergreisung der Pflanze vor und sorgt für Blütenreichtum.
Susanne Mielchen
08.12.2010 Susanne Mielchen
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • scharfe Rosenschnere
  • Schon so manch einer hat sich mit dem Rosenschnitt beschäftigt und die verschiedensten Philosophien entwickelt, Bücher sind bereits gefüllt und mancher Schwur auf die eine oder andere Schnitttechnik geleistet worden. Aber alle haben das gleiche Ziel: Schöne, gesunde und blühfreudige Pflanzen.
  • Gerade "Rosenanfänger" haben Probleme damit, ihre Rose zu beschneiden. Machen Sie sich zuerst bewusst, warum die Pflanze geschnitten werden muss: die Blühfreudigkeit soll angeregt werden,  die Pflanze soll "jung" und gesund bleiben, alte und kranke Triebe müssen entfernt werden.

Grundsätzliche Regeln für den Rosenschnitt

  • Wählen Sie eine spezielle Rosenschere. Sie muss sehr scharf sein, damit die Äste nicht abgequetscht, sondern sauber geschnitten werden.
  • Die Rosen werden im Frühjahr geschnitten. Der Herbstschnitt ist in der Regel zu riskant, da die offenen Wunden oft nicht mehr bis zum Winter geschlossen werden können und auf diese Weise der Frost in die Pflanze eindringt.
  • Das A und O ist die richtige Schnittführung: Setzen Sie die Rosenschere ca. 5 mm oberhalb einer Triebknospe leicht schräg nach unten an. So kann das Regenwasser gut abfließen. Der Schnitt folgt immer (von unten aus gesehen) auf ein nach außen stehendes Auge, damit die neuen Triebe nicht verkeilt nach innen wachsen.
  • Entfernen Sie immer kranke und frostgeschädigte Triebe vollständig.

Hinweise für die verschiedenen Rosentypen

  • Die Krone der Stammrosen wird auf ca. 20 cm zurückgeschnitten.
  • Bei öfter blühenden Rosen sollten die verblühten Köpfe immer bis auf zwei kräftige Knospen zurückgeschnitten werden. Das fördert die Neubildung der Blüten.
  • Beet- und Edelrosen können im Frühjahr gerne bis 20 cm über dem Boden zurückgeschnitten werden, die Pflanze wird es mit einem starken Austrieb danken. Dabei ist generell zu beachten: ein starker Rückschnitt fördert wenige, dafür längere und stärkere neue Äste, ein leichter Rückschnitt dagegen bringt zahlreiche, allerdings schwächere Triebe hervor.
  • Die Kletterrose ist eine Ausnahme: Sie wird erst im 3. Jahr geschnitten. Des Weiteren ist hier zu beachten, dass die Triebe waagerecht gebunden werden sollten, um den Wuchs zu bremsen. Auf diese Weise bildet die Rose auch mehr seitliche Blütentriebe. Äste, die älter als 5 Jahre sind, müssen entfernt werden, damit die Kraft in die jungen Triebe fließen kann.
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