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Roms Expansion - Erklärung

Rom war die erste echte Großmacht.
Rom war die erste echte Großmacht.
Rom hat eine wechselvolle Geschichte. Die Expansion Roms mündete letztlich in den Untergang. Interessant ist nachzuvollziehen, wieso ein solches Reich überhaupt entstehen konnte.

Die römische Republik musste sich von Beginn an gegen ihre Nachbarn verteidigen. Die Jahrhunderte waren durchgehend von Krieg geprägt. Dennoch konnte nichts Roms Expansion aufhalten.

Kriege ermöglichten Roms Aufstieg

  • Anfangs musste sich die römische Republik gegen ihre unmittelbaren Nachbarn verteidigen, zuerst gegen die übrigen Städte Latiums, dann gegen die Etrusker. Diese Konflikte verstärkten den Zusammenhalt der Römer, sodass sie glaubten, die Götter seien auf ihrer Seite.
  • Trotz vieler Rückschläge gelang es den Römern, von den meisten Städten in Italien Hilfstruppen und Geld zu erzwingen. Sie eroberten nach und nach ein großes Gebiet. Die neuen Besitzungen ermöglichten die Gründung von Kolonien, also von Städten, die nach dem eigenen Vorbild verwaltet wurden und den Bevölkerungsüberschuss Roms aufnahmen.
  • Das römische Heer war für seine Schlagkraft bekannt und eroberte nicht nur ein riesiges Reich, sondern sicherte auch dessen Bestand für lange Zeit. Zu Zeiten des Kaisers Augustus erstreckte sich das Reich um das Jahr Null vom Ärmelkanal bis zur Sahara und vom Atlantik bis nach Mesopotamien.

Über Augustus gelang die größte Expansion

  • Augustus verleibte sich Kleopatras Ägypten und das Königreich Galatien (Zentraltürkei) ein, führte die Eroberung Spaniens zu Ende und unterwarf die Alpenvölker. Das Reich erstreckte sich bis an den Rhein und die Donau. Auch die Schweiz, Österreich, Ungarn und Bulgarien wurden annektiert. Der gesamte Mittelmeerraum war unter der Kontrolle Roms. Nach dem Sieg des Cheruskerfürsten Arminius zog sich Rom allerdings aus Germanien weitgehend zurück.
  • Roms Expansion ging im ersten bis zum dritten Jahrhundert ihrem Höhepunkt zu. Roms Vorherrschaft in Europa dauerte bis 406 n. Chr. Dann erlag Rom allmählich dem Ansturm der Völkerwanderung. Am 24.10.410 nahmen die Westgoten unter Alarich Rom ein und plünderten die Stadt.
  • Die Expansion ist sicher auch dadurch begründet, dass die Römer von anderen Völkern Dinge übernahmen, die für die Entwicklung ihrer eigenen Kultur vorteilhaft und Grundlage für die intellektuelle Entwicklung waren. Vorteilhaft war sicher auch die geografische Lage Roms im Mittelmeerraum, von wo aus alle benachbarten Regionen sowohl auf dem Land- als auch auf dem Seeweg gut zu erreichen waren. Aber wie es so ist, nichts dauert ewig.
helpster.de Autor:in
Volker Beeden
Volker BeedenSeine eigenen Erfahrungen und weitreichende Kenntnisse über Geld sowie Beruf & Karriere gibt Volker mit Freude weiter. In seinen leicht verständlichen Texten beantwortet der Jurist auch Fragen rund um Ihr Zuhause.
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