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Roman: Neuerscheinungen im Buchhandel vorstellen - so geht's

Jedes Jahr im Frühjahr und Herbst bringen die Verlage zahlreiche neue Romane auf den Markt. Für Bücherfreunde ist das eine Gelegenheit, Neuerscheinungen, beispielsweise auf der eigenen Website, vorzustellen. Das ist gar nicht so schwer.

Neuerscheinungen können Sie auf verschiedene Weise vorstellen.
Neuerscheinungen können Sie auf verschiedene Weise vorstellen. © Rike / Pixelio

Neue Romane vorstellen

Mancher Lesebegeisterte überlegt sich wohl manchmal, wie es wäre, selber neue Bücher vorzustellen.

  • Wollen Sie hin und wieder oder regelmäßig Romanneuerscheinungen vorstellen, können Sie dafür diverse Buchportale im Internet, die Laien die Gelegenheit geben, über Bücher zu schreiben, nutzen. Auch auf allgemeinen Autorenportalen ist es möglich, sich ein Profil anzulegen und dort über Neues auf dem Buchmarkt zu schreiben. Die beste Alternative ist es aber vielleicht, eine eigene Literaturseite zu betreiben. Für einen verschwindend geringen Betrag können Sie sich einen Webspace mieten, und auch das Erstellen einer eigenen Seite ist mit der richtigen Software nicht allzu schwierig. Ob Sie eine spezielle Seite nur für Neuerscheinungen einrichten oder eine Seite rund ums Buch, auf der Sie unter anderem neue Romane vorstellen, ist Ihre Entscheidung.
  • Nach dem Erstellen der Seite können Sie schon loslegen, Sie müssen sich nur überlegen, wie Sie vorgehen wollen. Eine Möglichkeit ist die seriöse Variante, will heißen, Sie schreiben klassische Rezensionen. Dafür können Sie auf der Startseite jeweils die neue Besprechung ankündigen, eine Abbildung des Buchcovers bekommen Sie honorarfrei von den Verlagen. Auf einer eigenen Unterseite besprechen Sie dann das Buch.
  • Eine ordentliche Rezension beginnt damit, dass Sie erst einmal in nur wenigen Sätzen einen Überblick über den Roman geben. Dafür können Sie zum Beispiel einen zentralen Satz des Werks zitieren und anhand dieses Satzes in einem oder zwei Sätzen auf die Intention eingehen, auch eine inhaltliche Zusammenfassung in zwei oder drei Sätzen ist möglich. Außerdem sollten in die Einleitung natürlich der Buchtitel und der Name des Verfassers, ebenfalls erwähnen sollten Sie, dass es sich um einen Roman handelt.
  • Steigen Sie dann in den Hauptteil ein, indem Sie Bezug auf den Autor nehmen, also beispielsweise auf bisherige Buchveröffentlichungen, damit der Leser Ihrer Besprechung eine grobe Vorstellung vom Verfasser des Werkes hat, wenn er ihn noch nicht kennt oder den neuen Wälzer einordnen kann. Erwähnen Sie außerdem den Verlag und den Erscheinungsmonat. Beides können Sie jedoch auch schon in der Einleitung nennen. Anschließend folgt eine Inhaltsangabe, die nun ausführlicher ist als in der Einleitung, wobei Sie jedoch auch nicht zu viel verraten sollten. Schließlich geht es an die Analyse, das heißt, Sie gehen zum Beispiel auf die Erzählperspektive ein, auf Stil und Sprache, den Aufbau, die Charaktere der Figuren oder auch auf die Absicht des Autors. Hier werden Sie im Laufe der Zeit mehr und mehr Erfahrung bekommen.
  • Den Schluss bildet eine begründete Bewertung des Werks, am Ende folgt noch ein vom Text etwas abgesetzter Anhang mit dem Buchtitel, den Namen des Autors und des Verlags, dem Erscheinungsjahr, der Seitenzahl und dem Preis.    

Auch so können Sie Neuerscheinungen präsentieren

Wer’s nicht ganz so seriös liebt, kann sich auch eine flottere Präsentationsweise überlegen.

  • Sie können sich für Ihre Neuerscheinungen auch Kategorien, in die Sie diese einsortieren, ausdenken, also etwa so, wie dies der Fernsehkritiker Denis Scheck macht. Die guten kommen gewissermaßen ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen, wobei es Ihnen überlassen bleibt, wie Sie beide Kategorien benennen, etwa "Neue Bücher, die die Welt nicht braucht" oder "Schade um den schönen Wald", für alles, was das Papier nicht wert ist oder "wahre Meisterwerke" für alles, was Sie für empfehlenswert halten. Möglich ist natürlich auch eine dritte Kategorie für Bücher, die Sie mittelmäßig bewerten oder eine Rubrik "Meine absolute Lieblingsneuerscheinung". Hier sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt.
  • Anders als bei einer seriösen Rezension, bei der dies ausgeschlossen ist, dürfen Sie in diesem Fall auch in der Ich-Form schreiben und ganz subjektiv Ihre Meinung kundtun ohne, dass Sie diese belegen müssen. Auch ist es egal, ob Sie ein Buch in nur drei Sätzen in die Tonne kloppen oder ob Sie dennoch ausführlicher darauf eingehen.
  • Möglich ist natürlich auch eine Mischung aus beiden Varianten, das heißt, Sie rezensieren einige neue Bücher, auf die Sie intensiver eingehen möchten, auf seriöse Weise und denken sich für die anderen eine kurze und eher flotte Präsentationsweise aus.

Es gibt also unterschiedliche Möglichkeiten, neue Romane vorzustellen.

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