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Rollstuhlbreite richtig ausmessen

"Wie breit sollte ein Rollstuhl sein?" Wenn Sie krankheitsbedingt zum Rollstuhlfahrer werden, stellt sich die Frage, ob ein Standard-Rollstuhl ausreicht. Häufig werden die Rollstühle auf Maß gefertigt oder sind in verschiedenen Rollstuhlbreiten erhältlich. Was beim Ausmessen zu beachten ist und welche Maße Sie benötigen, ist schnell zusammengefasst.

Die richtigen Maße bei der Anschaffung eines Rollstuhls sind wichtig.
Die richtigen Maße bei der Anschaffung eines Rollstuhls sind wichtig.

Rollstühle sind, ähnlich wie der Rollator, therapeutischen Hilfsmittel. Sie sind manchmal die einzige Möglichkeit für den Patienten, Mobilität überhaupt zu gewährleisten oder zu behalten. Damit das Handling so angenehm wie möglich wird, ist es wichtig, die richtige Rollstuhlbreite und andere Maße zu ermitteln. Hier hilft  das einfache Ausmessen verschiedener Werte.

Richtiges Ausmessen für einen passenden Rollstuhl

Ein Hocker ohne Lehne, auf dem der Patient sitzt, ist die beste Möglichkeit, die richtigen Maße für einen Rollstuhl auszumessen. Ein weicher Sessel oder das Sofa sind hierfür nicht geeignet. 

  1. Zuerst messen Sie die Sitzbreite aus, indem Sie die Breite der Oberschenkel-Außenkanten ausmessen. Wenn Sie rechts und links jeweils ein Buch rechtwinklig an die Oberschenkel stellen, können Sie die Breite dazwischen bequem bestimmen.
  2. Zur Oberschenkelbreite werden 1,5 Zentimeter addiert, um die richtige Sitzbreite zu ermitteln. Für die Anfertigung eines Sportrollstuhles hingegen werden nur 0,5 Zentimeter addiert. Dieser Abstand ist wichtig, falls Sie im Rollstuhl dickere Kleidung tragen.
  3. Anschließend wir der Abstand von den Kniekehlen bis zum Ende des Gesäßes ermittelt. Mit einer Zugabe von 4,5 Zentimetern erhalten Sie die notwendige Sitztiefe.
  4. Die notwendige Rückenhöhe messen Sie ebenfalls in aufrechter Sitzposition aus. Der Abstand zwischen der Sitzfläche des Hockers bis zur Unterkante der Schulterblattspitze ergibt die Sitzhöhe.

Wichtige Aspekte für die Rollstuhlbreite

  • Sehr wichtig ist die Türbreite der Wohnung, in welcher der Rollstuhlfahrer sich bewegt. Denn die Gesamtbreite des Rollstuhls sollte mindestens zwei Zentimeter weniger betragen, als die Breite der Türen. Nur so kann ein vernünftiges Navigieren durch die Türen erfolgen. Gegebenenfalls müssen die Türen verbreitert werden.
  • Ist es abzusehen, dass mit einer Gewichtsabnahme des Rollstuhlfahrers zu rechnen ist, rechnen Sie beim Ausmessen nur einen Zentimeter der Oberschenkelbreite hinzu. Jedoch sollten Sie nicht auf Verdacht einen zu schmalen Rollstuhl bestellen.
  • Ist hingegen damit zu rechnen, dass der Patient zunimmt, können Sie einen breiteren Rollstuhl bestellen. Hier rechnen Sie beim Ermitteln der Rollstuhlbreite zwei bis vier Zentimeter zur Oberschenkelbreite hinzu.
  • Die Gesamtbreite des Rollstuhls ist abhängig vom jeweiligen Modell. Sie ergibt sich aus der Sitzbreite zuzüglich der Seitenteile und Räder. In den meisten Fällen finden Sie diese Angaben in den Herstellerinformationen.

Ein Rollstuhl muss nicht nur funktional sein

Bedenken Sie, dass viele Rollstuhlfahrer lange Zeit in ihrem "Rolli" zubringen. Entsprechend bequem und angepasst sollte der Stuhl sein. Bei aktiven Patienten kommen andere Aspekte zum Tragen, als bei pflegebedürftigen. Ein Sportrollstuhl hingegen wird entsprechend seiner Verwendung anders angepasst. Bedenken Sie auch die Mobilität: Es spielt eine Rolle, ob der Rollstuhl im Auto transportiert werden soll oder ob Sie ihn nur für Ausflüge auf dem Gehweg in der Umgebung nutzen wollen. Einige Hersteller bieten leichte Rollstühle mit hohem Anteil an Kunststoff an, die sich schnell und leicht zusammenklappen lassen und so transportgeeignet sind. 

 

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