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Rohrisolierungen - Überblick

Rohrisolierungen haben die Aufgabe, Rohrleitungen, oder das transportierte Medium darin vor Umwelteinflüssen zu schützen. Das betrifft vor allem den Schutz vor mechanischen Einflüssen und / oder die Erhaltung thermischer Zustände. Je nach Verwendungszweck haben Sie die Wahl zwischen speziell dazu ausgelegten Materialien und Technologien.

Isolierschläuche lassen sich immer passend zurecht schneiden.
Isolierschläuche lassen sich immer passend zurecht schneiden.

Arten der Rohrisolierung

Das allgemeine Verständnis für den Begriff der Isolierung beschränkt sich auf Wärme oder Kälte. Aber Isolierung kann auch Schutz vor Wasser oder Chemikalien bedeuten. Denken Sie an hölzerne Bauteile, die in der Erde stecken. Ein anderes Beispiel sind Rohrleitungen aus Stahlblech, die vor Witterungseinflüssen oder aggressiven Chemikalien geschützt werden müssen. Soweit noch eiserne Leitungen in der Erde verlegt werden, können Sie mit einer Isolierung deren Lebensdauer deutlich verlängern.

  • Materialien, die in erster Linie feste Gegenstände gegenüber der Umwelt isolieren, sind schwierig zu verarbeiten. Sie sollen nicht Gegenstand dieser Abhandlung. Hier geht es um Fragen zur Wärmeisolierung, die beim Heimwerker auftreten, wenn beispielsweise die Heizung fertiggestellt werden soll. 
  • Thermoisolierungen bestehen aus Schaumstoff oder faserähnlichem Material. Bei der Dämmwirkung gibt es keine gravierenden Unterschiede, aber Schaumstoffe sind leichter zu verarbeiten.
  • Beachten Sie die Klassifizierung der Erzeugnisse nach dem Verwendungsort. Für den Außenbereich sind nur spezielle Produkte geeignet. Sie müssen resistent gegen Witterungseinflüsse und mechanische Beschädigung sein.
  • Die gültige Energiesparverordnung legt fest, welche Dämmstoffdicke unter welchen Bedingungen vorliegen muss. Die Mindestanforderung liegt gegenwärtig bei 20 Millimetern (Stand Januar 2014). Dabei spielt der Wärmedurchgangskoeffizient eine entscheidende Rolle.
  • Isoliermaterial mit dem Dämmwert 0,040 lässt doppelt soviel Wärme entweichen, wie ein Material mit dem (theoretischen) Dämmwert 0,020. Das bedeutet, Sie müssen von letzterem die doppelte Stärke verwenden, wenn Sie denselben Effekt erreichen wollen.

Die handelsüblichen Schaumstoffe

Als Dämmschaumstoff für Rohrisolierungen am weitesten verbreitet ist grauer Schaumstoff aus geschäumtem Polyethylen, beziehungsweise Polyurethan.

  • Diese Schläuche gibt es in verschiedenen Stärken mit einer einheitlichen Länge von einem Meter. Die preiswerteste Variante müssen Sie mit dem Messer auftrennen und am Rohr mit Plasteklammern fixieren.
  • Höherwertige Ausführungen haben integrierte Clip-Verschlüsse aus Weichplaste, ähnlich des Prinzips an Folietütchen. Klammern entfallen in diesem Fall. Sie sollten aber darauf achten, dass sich der Verschluss bei der Montage immer im Hintergrund befindet. 
  • Die Schaumstoffe haben eine weiche Oberfläche und sind deshalb empfindlich. Zur Verarbeitung benötigen Sie nur ein Messer und eine kleine Lade mit Winkelschablone aus dem Baumarkt .

Isolierschalen aus gepresster Wolle

  • Bei höheren Temperaturen bis 300 Grad Celsius eignen sich geschlitzte Isolierschalen aus Steinwolle oder verwandten Stoffen. Das gilt besonders bei der Isolierung von thermischen Solaranlagen. Wie die Schaumstoffe, sind die Schalen nicht für die Außenmontage geeignet.
  • Die Oberfläche der Schalen besteht meist aus einer Aluminiumfolie. Gegen mechanische Beschädigung müssen Sie dieses Material extra ummanteln. Die Stöße können Sie verkleben oder mit einem speziellen Band überkleben.
  • Die Verarbeitung ist auch hier unkompliziert und von jedem Heimwerker machbar. Sie benutzen eine Lade aus dem Baumarkt, in die das Rohr oder der Schlauch eingelegt wird. Je nach Winkel schneiden Sie dann Keile aus dem Material. Diese Winkel gestatten es, die Isolierung an die Bögen und Winkel der Leitung anzupassen. 
  • Einen 90-Grad-Winkel zum Beispiel stellen Sie am besten her, indem Sie nacheinander zwei 45-Grad-Keile aus dem Schlauch schneiden. Sie erreichen damit eine harmonische Form, ohne das Material zu knicken.

Rohrisolierung im Außenbereich

  • Für Rohrisolierungen unter freiem Himmel kommen nur spezielle Isoliermaterialien in Betracht. Sie benötigen ein geschlossen-zelliges Produkt aus einem Elastomer (synthetischer Kautschuk). Solche Erzeugnisse werden in schwarz oder weiß angeboten.
  • Außen kommt es darauf an, Wasser unter allen Umständen von den Rohren fernzuhalten. Einmal eingedrungenes Wasser kann nicht mehr entweichen. Zum Abdichten steht ein spezieller Kleber zur Verfügung, oder ein zugehöriges Klebeband.
  • Zum Schutz vor Beschädigung umgeben Sie die außenliegenden Rohre noch mit einem Mantel aus einem passenden Entwässerungsrohr, wie zum Beispiel von der Dachrinne.

Weil Energie immer kostbarer wird, lohnt sich die Investition in die Wärmeisolierung schon nach zwei Heizperioden. Zudem können Sie die Arbeit nach wenigen Übungen selber in hoher Qualität ausführen, was die Kosten deutlich senken kann. 

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