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Risse im Putz ausbessern - so geht's

Durch die Bewegungen im Mauerwerk kommen immer wieder Risse im Putz zum Vorschein. Solche Risse im Außenmauerwerk kann man aber leicht mit ein wenig handwerklichem Geschick selbst ausbessern.

Eine Außenwand verputzen ist gar nicht schwer.
Eine Außenwand verputzen ist gar nicht schwer.

Was Sie benötigen:

  • 1 Spachtel
  • 1 Bohrmaschine mit Rühraufsatz
  • 1 Mörtelwanne oder Eimer zum Putz anrühren
  • 1 Gipsgummibecher (für kleine Ausbesserungen)
  • 1 Fertigputzmischung für den Aussenbereich
  • 1 großen Vorschlaghammer und 1 Meißel zum alten losen Putz abschlagen (bei großen Putzflächen und tiefen Rissen)
  • 1 Hochdruckreiniger für tiefe Risse (optional)
  • 1 Glättholz (Kantholz) zum Abziehen der verputzten Fläche
  • 1 großer weicher Maurerpinsel
  • Bauabdeckfolie zum Unterlegen auf dem Boden
  • Wasser zum Säubern der Arbeitsmaterialien und evtl.für die Putzmischung

Im Außenmauerwerk entstehen immer wieder einmal Risse durch die Bewegung der verschiedenen Materialien untereinander. Auch Baumwurzeln von Bäumen, die neben dem Haus stehen, können für Risse im Mauerwerk verantwortlich sein oder es findet eine Absplitterung des Außenputzes durch mechanische Einwirkung, beispielsweise Tritte gegen die Mauer, statt. Risse im Putz ausbessern ist aber gar nicht so schwer, wie Sie denken.

Wann sollten Risse im Mauerwerk behoben werden

  • Wenn das Mauerwerk noch frisch ist und arbeitet, können immer wieder feine Risse im Putz entstehen. Hier sollten Sie daher lediglich mit etwas Farbe über die Risse gehen. Zudem kann es immer wieder vorkommen, dass neu verputzte Flächen durch große Temperaturschwankungen Risse bekommen, denn mineralischer Putz ist zu spröde und starr um diese Schwankungen ausgleichen zu können.
  • Um eine eventuell vorhandene Wärmedämmung zu schützen, über die verputzt worden ist, sollte eingerissener Putz ausgebessert werden, da die Wärmedämmauflagen sehr stoßempfindlich sind und es zudem ein sichtbar "kosmetisches" Problem darstellt. Daher sollten Sie solche Risse im Putz ausbessern.

Putz ausbessern ist nicht so schwer

Mit ein bisschen handwerklichem Geschick können Sie Risse im Putz selber ausbessern. Dafür sind aber einige Vorarbeiten notwendig.

  • Reinigen Sie zuerst die tiefen Risse der Außenwand, die verputzt werden sollen, mit einem Hochdruckreiniger. Entfernen Sie lose Putzreste und schlagen Sie auch aus tieferen Rissen im Mauerwerk den alten Putz weg. Lose feinere Putzreste entfernen Sie mit einer Metallbürste oder einer Wurzelbürste (ansonsten würde der Hochdruckreiniger mehr Schaden als Nutzen anrichten).
  • Spachteln Sie große Risse vor dem Verputzen separat aus, mit einem Spachtelkitt für außen. Anschließend sollten Sie eine Putzgrundierung (Baumarkt) für einen besseren Halt des Putzes auftragen. Lassen Sie diesen gut austrocknen.
  • Ist der Putz im Laufe der Zeit immer wiederkehrend abgefallen, sollten Sie ein Streckgitter (Drahtgitter) einarbeiten, weil dies einen besseren Halt bietet und ein erneutes Reißen vom Putz auf längere Zeit verhindert.
  • Haben Sie Ecken oder Kanten an der Außenmauer, die Sie verputzen möchten, so tragen Sie vor dem Verputzen einen metallenen Kantenschutz auf, der verhindert, dass die Ecken immer neu beschädigt werden.
  • Nässen Sie nun den zu verputzenden Teil der Mauer ein, sodass die Mauer zwar angefeuchtet aber nicht nass ist, da ansonsten der frisch aufgetragene Putz wegrutscht.
  • Mischen Sie den Putz so im Mörtelkübel an, sodass er leicht bröckelig ist. Beachten Sie auch die Herstellerangaben auf der Putzpackung.
  • Anschließend spachteln Sie den Putz auf die Risse auf oder Sie benutzen bei größeren Flächen eine Glättkelle. Geübtere Heimwerker können den Putz auch über die Kelle an die Wand werfen. Lassen Sie dabei den neuen Putz nur etwa 2 mm über dem alten Putz stehen. Danach ziehen Sie die verputzte Stelle mit einem Kantholz glatt.
  • Lassen Sie jetzt den Putz antrocknen und nach einigen Stunden können Sie schon mit dem Auspinseln der Kanten beginnen. Der Pinsel sollte dabei nass, sauber und weich sein. Nach einem weiteren Tag schaben Sie vorsichtig überstehende Kanten mit einer Spachtel ab.
  • Bevor Sie nun Außenwandfarbe oder Fliesen auftragen, sollten Sie jedoch das verputzte Mauerwerk noch ein paar Tage richtig trocknen lassen.

Sollte es nicht sofort klappen, lassen Sie sich nicht entmutigen, es ist nämlich noch kein Meister vom Himmel gefallen. Übrigens, auch ein professioneller Verputzer schafft es nicht, dass das Mauerwerk nicht irgendwann wieder einreißt, da immer wieder hohe Temperaturunterschiede entstehen, denen die unterschiedlichen Materialien nicht so schnell folgen können.

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