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Rigips: Trockenestrich-Systeme Rigiplan und Rigidur - Anwendungstipps

Beim Innenausbau von Alt- und Neubauten werden sehr oft Trockenestrich-Konstruktionen beispielsweise von Rigips oder Fermacell eingesetzt. Leichte Verarbeitbarkeit der Materialien und Bauzeitverkürzung sind wichtige kostenrelevante Vorteile. Hinzu kommt, dass die Montage kinderleicht ist. Fehler bei der Vorbereitung des Untergrundes und beim Aufbringen der Oberbeläge sollten Sie vermeiden.

Trockenestrich lässt sich ideal auf alten Holzfußböden verlegen
Trockenestrich lässt sich ideal auf alten Holzfußböden verlegen

Bauexperten verweisen bei vielen am Markt erhältlichen Trockenestrich-Systemen auf deren hohe Ausführungssicherheit. Doch der Einsatz ist hochkomplex. Ein gewisses Maß an Fachwissen ist erforderlich. Während es für konventionelle Estriche spezielle DIN-Normen gibt, stehen die bei der Planung eines Fußbodenaufbaus im Trockenbereich nicht zur Verfügung.

Rigips - Trockenestrich-Systeme für alle Fußbodenbeläge

Wenn es um den trockenen Ausbau von Räumen geht, gehören vor allem unterschiedliche Gipskartonplatten zu den geeigneten Bauprodukten. Am Markt sind mittlerweile zementgebundene Trockenestrich-Systeme erhältlich, die auch im sogenannten bauaufsichtlich geregelten Bereich (Räume mit speziellen Anforderungen an die Wasserfestigkeit) eingesetzt werden können.

  • Der Bauelementehersteller Rigips hat zwei Trockenestrich-Systeme im Sortiment. Das ist zum einen Rigiplan (Gipskarton) und zum anderen Rigidur (Gipsfaser).
  • Die Trockenestrichsysteme sind ideal bei statischen Problemen und wenn es trocken und schnell gehen soll. Bestens geeignet sind sie für Schalldämmung und Wärmedämmung oder beim Ausbau von Dachgeschossen.
  • Das Verlegen von Rigiplan ist einerseits auf ebenen Rohfußböden möglich. Andererseits kann der leichte Gipskartonestrich auf ausgetretenen alten Holzböden mithilfe von Bodenausgleichsmassen sowie speziellen Trockenschüttungen verlegt werden. Auf Rigiplan lassen sich alle gängigen Fußbodenbeläge aufbringen. Zum Verlegen genügen die üblichen Trockenbauwerkzeuge.
  • Rigidur Estrichelemente eignen sich für das Verlegen auf Massivdecken, Holzbalkendecken, Stahlträgerdecken und Trapezblechdecken.
  • Die Estrichelemente bestehen aus bereits fertig verklebten Gipsfaserplatten mit einer Stufenfalzausprägung. Sie sind in unterschiedlichen Kaschierungen und Dicken erhältlich. In Verbindung mit der Ausgleichsschüttung lässt sich ein Untergrund für fast alle Anforderungen herstellen. 

Richtige Untergrundvorbereitung notwendig

Eine entscheidende Rolle bei der zuverlässigen Ausführung von Trockenbaukonstruktionen kommt der Untergrundvorbereitung zu. Verschiedene Untergründe verlangen jeweils eine andere Lösung.

  • Bei Massivdecken müssen Sie die gesamte Fläche mit PE-Folie auslegen, da diese immer über einen gewissen Anteil an Restfeuchte verfügen. Die einzelnen Bahnen müssen sich mindestens 20 Zentimeter überlappen. Bei Bodenplatten/Massivdecken ohne Unterkellerung müssen Sie eine Abdichtung aus Kunststoff-Dichtbahnen oder Bitumen einbauen.
  • Holzbalkendecken müssen vor dem Verlegen auf ihre Konstruktion und auf ihre Tragfähigkeit hin geprüft werden. Gegebenenfalls muss entsprechend nachgebessert werden. 
  • Grundsätzlich ist ein vollflächig ebener Untergrund notwendig. Mit Spachtelmasse/selbstnivellierenden Fließspachtel lassen sich geringe Unebenheiten ausgleichen. Bei größeren Unebenheiten setzen Sie besser auf Ausgleichsschüttungen. Der Ausgleich von Unebenheiten bis zu 100 Millimeter ist leicht machbar.

Auch wenn Sie die Verlegung von Rigips-Trockenestrich als Heimwerker selbst realisieren können, fragen Sie einen Fachmann, wenn es um konkrete Entscheidungen zum gesamten Bodenaufbau geht. Der Unterbau ist die Grundvoraussetzung für einen dauerhaft belastbaren Fußbodenaufbau.

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