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Rigips-Dübel - Wissenswertes über Beschaffenheit und Verwendung

Viele Leichtbaukonstruktionen werden kostengünstig und schnell mit Rigips ausgeführt. Dabei ist Gips ein empfindliches Material, spröde und weich. Die Stabilität der Rigipsplatte wird erst mit der Kaschierung durch Karton möglich gemacht. Und genau dieser Umstand ist es, der vom Dübel ausgenutzt wird, um eine relativ hohe Tragfähigkeit zu erreichen.

Jede Dübelsorte erfüllt einen besonderen Zweck.
Jede Dübelsorte erfüllt einen besonderen Zweck. © Harry_Hautumm / Pixelio

Rigips ist nur begrenzt belastbar

Es ist immer eine Frage der Last, die der Dübel halten soll, wenn der Heimwerker vor dem Dübelregal im Baumarkt steht. Gehen Sie davon aus, dass die billigsten Dübel auch diejenigen mit der geringsten Tragfähigkeit sind. Dabei wird die Tragfähigkeit auch entscheidend vom Wandaufbau bestimmt.

  • Sind Sie sicher, dass Ihre Rigipswand an einer stabilen Ständerkonstruktion hängt und die Rigipsplatten doppelt verlegt sind, erreicht ein Spreizdübel aus Stahl eine Tragfähigkeit von 50 kg. Haben Sie dagegen nur eine einfache Platte vor sich, sollten Sie denselben Dübel maximal mit nur 30 kg belasten.
  • Die billigen Dübel aus Plastik mit einem weit ausladenden Gewinde verdanken ihre Haltbarkeit nur dem Umstand, dass das breite Gewinde nicht so schnell ausreißt, wie ein normaler Spreizdübel etwa. Dabei ist es ganz entscheidend, dass die Kartonschicht der Plattenrückseite vom Gewinde des Dübels nicht zerrissen wird, also moderat anziehen!
  • Anders verhält sich ein Rigipsdübel, der sich hinter dem Rigips verknotet. Sie erkennen diese Dübel an der grazilen Mittelpartie, während Anfang und Ende einen massiven Eindruck machen. Bei diesen Dübeln dürfen Sie, wie auch bei den Gewindedübeln, die Schrauben nur mäßig fest anziehen, sonst reißen sie die Dübel durch die Platte und hinterlassen ein häßliches Loch.

Die Dübel bei Trockenputz

Ausschlaggebend für die Art der Dübel ist der Hohlraum zwischen dem Rigips und der Mauer. Es gibt sehr ebene, gut gemauerte Wände, wo die Rigipsplatte fast ohne Hohlraum anliegt. Ist dagegen die Mauer nicht im Lot, oder sehr bucklig, wird es, zumindest stellenweise, einen größeren Hohlraum geben.

  • Vergewissern Sie sich vor dem Dübeln, welche Bedingungen hinter dem Trockenputz herrschen, indem Sie ein kleines Loch in die Platte bohren. Dann merken Sie genau, wie tief der Dübel Platz hätte und ob überhaupt ein Rigipsdübel verwendet werden sollte.
  • Bei sehr geringem Hohlraum werden Sie besser fahren, wenn Sie einen entsprechend langen Spreizdübel einbohren und dann mit langen Schrauben den Hohlraum überbrücken. Achten Sie dann aber auf das Anzugsmoment der Schrauben, damit die Rigipsplatte nicht eingedrückt wird.
  • Damit sich die Rigipsdübel hinter der Platte richtig positionieren können, müssen Sie ihnen auf jeden Fall ein genügend tiefes Loch anbieten. Ein Dübel, der auf halbem Wege auf ein Hindernis stößt, kann sich nicht in die Rückseite krallen und wird nicht halten oder er wird ausplatzen.
  • Um eine schwerere Last gleichmäßig verteilen zu können, verwenden Sie eine Holzplatte oder Metallplatte, die Sie mit mehreren Dübeln an der Leichtbauwand anschrauben und daran dann die Last befestigen. Erkundigen Sie sich beim Kauf von Rigipsdübeln nach der Art und Weise der Verarbeitung, wenn Sie sich nicht sicher sind.
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