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Riester kündigen und Geld zurück? - Darauf sollten Sie bei einer Kündigung unbedingt achten

Bevor Sie Ihren Riester kündigen und das Geld zurück haben möchten, sollten Sie einige Dinge beachten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Verlust machen, ist groß.

Riester kündigen heißt Verluste machen.
Riester kündigen heißt Verluste machen. © Gerd Altmann / Pixelio

Riester kündigen ist nur zweitbeste Lösung

  • Sie mögen als Anleger verschiedene Gründe haben, dass Sie Ihren Riester kündigen und das eingezahlte Geld zurück haben möchten. 
  • Grundsätzlich gilt, dass Sie nur Anspruch auf die volle Erstattung der gezahlten Beiträge haben, wenn nachweislich eine Fehlberatung vorgelegen hat. Der einzige mögliche Fall dafür ist eigentlich nur, dass Sie weder mittelbar noch unmittelbar zulagenberechtigt sind. 
  • Wenn Sie Ihren Riestervertrag kündigen, kommt es auf die Sparform an, wieviel Geld Sie zurück bekommen. 
  • Bis auf Banksparpläne, die eher ein Schattendasein fristen, sind alle anderen Varianten provisionsbehaftet. 
  • Bei einer Riester-Rentenversicherung wird Ihnen beispielsweise nur der Rückkaufswert erstattet. Neben der Abschlussprovision fallen auch Einrichtungsgebühr und laufende Kosten für den Vertrag an. Diese werden Ihren Beiträge belastet.
  • Die Konsequenz daraus ist, dass die Summe der eingezahlten Beiträge das Vertragsguthaben anfänglich stark übersteigt. 
  • Bei Bausparverträgen verhält es sich ähnlich, die Abschlußgebühr ist auch eine Provision für den Vermittler. 

Geld zurück gibt es nur bedingt

  • Abgesehen von den Kosten, die einbehalten werden, wenn Sie Ihren Riestervertrag kündigen, müssen Sie auch an den Staat Geld zurück bezahlen. 
  • Die erhaltene Förderung beziehungsweise die Steuervorteile werden auch einbehalten. 
  • Einen Riester wieder kündigen, ist nicht die ideale Lösung, Sie machen Verluste. 
  • Da Sie nicht das Geld zurück bekommen, dass Sie eingezahlt haben, ist eine Beitragsfreistellung die bessere Lösung. Darüber hinaus besteht vielleicht die Möglichkeit, dass Sie wieder eine Riester-Rente zu einem späteren Zeitpunkt anstreben - ein ruhender Vertrag, zumindest bei einer Rentenversicherung, bietet die bessere Kalkulationsgrundlage. 
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