- 04.05.2011 Uwe Rabolt
Riester ist in sechs Varianten möglich
Wenn Sie den Abschluss einer Riester-Rente planen, stehen Ihnen verschiedene Anlageformen zur Verfügung.
- Auf dem Versicherungssektor haben Sie die Wahl zwischen einer klassischen oder einer fondgebundenen Rentenversicherung. Sie können auch eine betriebliche Altersversorgung mit Riester besparen. Davon ist aber abzuraten, da eine Firmenrente bei Rentenbezug zur Berechnung der Krankenversicherung herangezogen wird, die Riester-Rente jedoch nicht.
- Für diejenigen, die Fondssparen ohne Versicherungsvertrag wünschen, ist ein Investmentsparplan vorgesehen.
- Die eigene Immobilie wird über das sogenannte "Wohnriester-Modell" gefördert. Voraussetzung ist, dass Sie das Objekt selbst nutzen.
- Zu guter Letzt bietet sich noch der Banksparplan zur Ausnutzung der Riester-Förderung an. Der Banksparplan ist für eine bestimmte Kundengruppe besonders interessant.
Der Banksparplan ist absolut kalkulierbar
- Junge Menschen, die Riester nutzen möchten, sind mit einem Investmentsparplan hervorragend bedient. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Aktien über einen langen Zeitraum nicht anders können, als an Wert zuzulegen. Der Vorteil, ebenso wie bei einem Banksparplan, liegt in den relativ geringen Vertriebskosten gegenüber einer Versicherung.
- Der Banksparplan ist praktisch kostenfrei. Er funktioniert wie ein Sparbuch, bei dem es auch keine Abschlussprovisionen oder Bestandsprovisionen gibt. Ein Anleger, der Riester nur noch für einen relativ kurzen Zeitraum, ca zehn bis zwölf Jahre, nutzen kann, bekommt aufgrund der Vertriebskosten bei einer Versicherung nur wenig mehr als die garantierten Beiträge zurück.
- Die Erträge eines Banksparplans liegen langfristig zwar unter denen eines Fondssparplans, sind aber sicher zu kalkulieren. Ist für Sie die Kalkulierbarkeit der Anlage wichtig, ist ein Banksparplan für Sie das richtige Produkt.
- Die Anzahl der Anbieter für einen Riester-Banksparplan ist leider limitiert. Hintergrund sind eben die fehlenden Abschlussprovisionen, die dieses Produkt für den Vertrieb uninteressant machen.
Eine Übersicht über die Anbieter finden Sie auf der Homepage der Stiftung Warentest.