Alle Kategorien
Suche

Richtiger Umgang mit Demenzkranken - das sollten Sie dabei beachten

Demenz und der richtige Umgang mit demenzkranken Menschen wird in unserer Gesellschaft zunehmend ein Problem. Betroffen sind hauptsächlich ältere Menschen und in Folge, deren Angehörige. In unserer leistungsorientierten Gesellschaft reagieren wir eher mit Ungeduld und Verständnislosigkeit, wenn Jemand in unserer Nähe einfach nicht mehr so funktioniert, wie wir es erwarten.

So kommen Sie im Umgang mit demenzkranken Menschen weiter.
So kommen Sie im Umgang mit demenzkranken Menschen weiter.

Was Sie benötigen:

  • Gelassenheit
  • Einfühlungsvermögen
  • Humor

Basis für den richtigen Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen

  1. Viel Gelassenheit ist hilfreich.  Der erkrankte Mensch leidet anfangs sehr unter seiner Vergesslichkeit. Ihn zusätzlich darauf ständig hinzuweisen, nützt nichts, sondern verstärkt die Symptome und verunsichert den Betroffenen.
  2. Versuchen Sie die Komik der Situation, die durch die Verwirrtheit entstehen kann, zu sehen und lachen Sie darüber. Achtung: Hier ist nicht „auslachen“ gemeint.
  3. Wenn zum Beispiel, Schuhe zum Reinigen in den Geschirrspüler eingeräumt werden, räumen Sie die Schuhe einfach wieder aus.
  4. Ein Kommentar Ihrerseits, wie: “ Oh, was für eine interessante Idee!“, kann die Situation zusätzlich entspannen.
  5. Bleiben Sie im Gespräch mit Demenzkranken flexibel. Es geht nicht darum, Recht zu haben. Das Gespräch dient auch immer weniger der Wissensübermittlung, sondern „nur“  noch zur Unterhaltung. Freundlicher und humorvoller Smalltalk, der sich auf die Vergangenheit oder auf Vorlieben bezieht, ist hier das Richtige.
  6. Da Demenzkranke zunehmend auf der reinen Gefühlsebene leben und der Intellekt immer stärker nachlässt,  fallen die intellektuellen Kontrollfunktionen für das Verhalten aus.
  7. Sind die Emotionen des Menschen überwiegend positiv, ist der Umgang sehr angenehm.
  8. Sind die Emotionen eher negativ, werden Sie mit Aggression konfrontiert. Bleiben Sie gelassen, gehen Sie nicht darauf ein. Kurzfristige, räumliche Distanz kann Abhilfe schaffen.

Demenzkranken Menschen im fortgeschrittenen Stadium richtig begegnen

  1. Ein durchgängiges Gespräch ist kaum mehr möglich. Wenn Sie den an Demenz leidenden Menschen unterhalten, helfen Sie ihm, den Satz so zu beenden, wie er eigentlich geplant war.
  2. Beispiel: „Tür“. Ist das Wort gefallen, weiß der Betroffene schon nicht mehr, was er sagen wollte.
  3. Versuchen Sie zu verstehen, was gemeint sein könnte. Hier: Die Tür sollte aufgemacht werden.
  4. Beenden Sie nun den Satz und Sie werden einen zufriedenen Ausdruck und vielleicht ein Lächeln ernten.
  5. Wenn Sie die Möglichkeit haben, Tiere zu halten, haben Sie eine große Unterstützung für die Unterhaltung. Hunde und Katzen sind hier besonders geeignet.

Natürlich kann dies nur eine kurze Übersicht und Anleitung sein, die das Leben und den Umgang mit demenzkranken Menschen erleichtern soll. Weitere Informationen bekommen Sie in gerontopsychiatrischen Beratungsstellen und bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.

Teilen:
Der Inhalt der Seiten von www.helpster.de wurde mit größter Sorgfalt, nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann gleichwohl keine Gewähr übernommen werden. Aus diesem Grund ist jegliche Haftung für eventuelle Schäden im Zusammenhang mit der Nutzung des Informationsangebots ausgeschlossen. Informationen und Artikel dürfen auf keinen Fall als Ersatz für professionelle Beratung und/oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte angesehen werden. Der Inhalt von www.helpster.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.