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Rhesusfaktor - Definition

Den Begriff Rhesusfaktor haben die meisten Menschen schon gehört, manche kamen, beispielsweise beim Arzt oder im Krankenhaus, auch schon direkt damit in Berührung. Was ist die genaue Definition des Fachbegriffs?

Für Schwangere ist es wichtig, ihren Rhesusfaktor zu kennen.
Für Schwangere ist es wichtig, ihren Rhesusfaktor zu kennen.

Definition des Begriffs Rhesusfaktor

  • Seinen Namen hat der Rhesusfaktor durch seine erstmalige Entdeckung beim sogenannten Rhesusaffen erhalten. Dieser lebt im südlichen und östlichen Asien und gehört zur Familie der Meerkatzen.
  • Der Rhesusfaktor bezieht sich auf ein bestimmtes Merkmal der roten Blutkörperchen, genauer gesagt auf ein als Antigen bezeichnetes Protein. Seiner Definition nach ist der Rhesusfaktor von der jeweiligen Blutgruppe eines Menschen unabhängig. Das Fehlen oder Vorhandensein dieses Merkmals ist eine wesentliche, erbliche Eigenschaft des Blutes.
  • Bezeichnet wird das Fehlen dieses Merkmals mit rh (= Rhesusfaktor negativ), das Vorhandensein dagegen mit Rh (= Rhesusfaktor positiv). Das Blut von rund 85 % aller Menschen ist rhesuspositiv.

Bedeutung des Rhesusfaktors

  • Die Definition des Rhesusfaktors schließt auch seine Bedeutung beispielsweise für die Vermeidung von Schwangerschaftskomplikationen oder bei Bluttransfusionen mit ein. Die Überprüfung, ob gegensätzliche Rhesusfaktoren vorliegen, gehört unbedingt zu den Grundlagen der medizinischen Versorgung in diesen Bereichen.
  • Unverträglichkeiten bei den erwähnten Risikogruppen beziehungsweise -situationen können zu lebensgefährlichen Reaktionen führen. Wenn beispielsweise das Blut einer schwangeren Frau einen negativen Rhesusfaktor und das des in ihr heranwachsenden Kindes einen positiven aufweist, kann sich dies bedrohlich auf das Leben des Babys auswirken, da der Organismus der Mutter Antikörper gegen das „fremde“ Blut bildet. Durch frühzeitig wahrgenommene Vorsorgeuntersuchungen können solche Komplikationen jedoch vermieden werden.
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