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Restaurant eröffnen - so klappt es mit der Selbstständigkeit

Der Traum, sein eigenes Restaurant zu eröffnen, trifft fast jeden mal. Gerade in der Sommerzeit leuchten bei vielen die Dollarzeichen auf, angesichts der vollen Biergärten. Doch ein Restaurant zu eröffnen, heißt viel Verantwortung übernehmen, für den Gast, für die Mitarbeiter und für sich selbst. Hinzu kommt oft das Problem mit der Finanzierung. Ein Restaurant zu eröffnen, bringt nicht Geld ein, es kostet auch welches - und dies am Anfang reichlich.

Restaurant eröffnen mit einem guten Konzept
Restaurant eröffnen mit einem guten Konzept

Was Sie benötigen:

  • ein sauberes Führungszeugnis
  • eine Steuerunbedenklichkeitsbescheinigung
  • eine renommierte Brauerei
  • Startkapital
  • Gastronomie im Blut

Das Restaurant muss erst von den Behörden genehmigt werden

  • In Deutschland erhält nur der eine Konzession, der keinen Steuerschulden hat, nicht mit Drogen im Führungszeugnis steht und in der Schufa keine nennenswerten negativen Einträge hat.
  • Für solch eine Konzession muss bezahlt werden. Die Behörde richtet sich danach, wie hoch der Kaufbetrag, die Pacht oder der Miete ist.
  • Davon wird der zuzahlende Betrag errechnet. Dies ist nicht nur in jedem Bundesland, nein es ist in jeder Stadt, ja in jedem Dorf unterschiedlich. Zwischen 1000 und 100.000 € ist alles möglich.
  • Sollten Sie negativ in der Schufa stehen, klären Sie dies jedenfalls vorher ab.
  • Allerdings wenn Sie beim Finanzamt in den Miesen stehen, ist die Sache mit dem Restauranteröffnen nicht machbar. Die Unbedenklichkeitsbescheinigung der Finanzbehörde muss einwandfrei sein.

Vor dem Eröffnen sollten viele Fragen beantwortet werden

Weshalb wollen Sie ein Restaurant eröffnen? Diese Frage sollten Sie sich nicht nur stellen, sondern auch beantworten können. Kommen Sie beruflich aus der Gastronomie, ist solch ein Vorhaben verständlich. Sie denken Ihre Affinität reicht aus, um eine Lokalität mit Leidenschaft zu führen, dann können Sie über das Eröffnen eines Restaurants nachdenken.

  • Zuerst muss geklärt werden, wo das Geld für dieses Vorhaben herkommen soll.
  • Haben Sie Erspartes, ist der erste Schritt in die Selbstständigkeit der Gastronomie getan. Leider ist dem oft nicht so.
  • Banken lehnen meistens Finanzierungen für Restaurants ab. Wer nicht einen berühmten Namen in dieser Branche besitzt oder zumindest Sternekoch ist, wird bei Geldinstituten so gut wie keine Hilfe finden. Also tun Sie gut daran, wenn Sie den Punkt Finanzierung vorerst beiseitelegen.
  • Überlegen Sie sich, welche Art hier Restaurant sein soll und welche Funktion Sie dabei haben wollen. Sie sollten sich nur an Konzepte heranwagen, zu denen Sie auch einen inneren Bezug haben und nicht weil gerade irgendwas modern ist.
  • Suchen Sie nun ein Steuerbüro auf, am besten mit angeschlossenen Wirtschaftsberatern. Mit diesen Leuten erarbeiten Sie einen Businessplan.
  • Sollten Sie noch kein geeignetes Objekt entdeckt haben, sprechen Sie am besten renommierte Brauereien an. Diese wissen immer, was wo zu Verkauf steht und auch wie dort die Zahlen sind.
  • Außerdem kann man Ihnen bei der Finanzierung helfen, und zwar zu einem meist sehr geringen Zinssatz.
  • Sollten Sie einen Immobilienmakler beauftragen wollen, wenden Sie sich an einen speziellen Gastroimmobilienmakler.
  • Doch auch hier sollten Sie sich jemanden von der Brauerei mitnehmen, denn wer finanziert, passt auf, dass sein Geld gut angelegt wird. Das Risiko einer Finte verringert sich so erheblich.

Bevor Sie Ihr Restaurant eröffnen -  Erfahrungen sammeln

Ist nun alles in trockenen Tüchern, die Lieferanten sind gefunden, die Brauerei steht mit der Finanzierung in den Startlöchern, heißt es die Behörden anzugehen.

  • Stammen Sie nicht aus der Gastronomie, ist Ihnen dringend zu raten, dieses kurzfristig nachzuholen. Am besten jobben Sie am Wochenende oder, wenn möglich, Sie begeben sich mindestens ein halbes Jahr in das Abenteuer Restaurantmitarbeiter.
  • Es spielt keine Rolle, ob Sie dort Teller spülen, kochen oder Kartoffeln schälen, wichtig ist, dass Sie ein Gefühl für diese verrückte Branche entwickeln.
  • Wenn Sie trotz 10 Stunden Knochenarbeit zufrieden und mit leuchtenden Augen Ihr Bierchen mit den Kollegen zusammen genießen und über Techniken des Kochens reden, dann haben Sie Blut geleckt, dann ist anzunehmen, dass Ihr Restaurant gut bestehen wird.
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