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Resin im Modellbau richtig anwenden

Resin ist aus dem Modellbau nicht wegzudenken, zumindest wenn Sie Modelle aus Kleinserien basteln. Mit dem Material können Sie auch selbst Gussteile herstellen.

Resin wird gerne für Kleinserien verwendet.
Resin wird gerne für Kleinserien verwendet.

Was Sie benötigen:

  • Abformmasse aus Silikon
  • Holzrahmen
  • Trennmittel
  • flüssiges Resin (2 Komponenten)
  • Säge
  • Feilen
  • Bohrer
  • Draht
  • Schraubstock
  • Pinzette
  • Föhn
  • Sekundenkleber
  • Staubschutzmaske

Grundsätzliches zu Resinmodellen

Im Folgenden wird beschrieben, wie ein vorhandenes Modell über einen Abdruck kopiert wird. Dabei werden alle Schritte durchlaufen, die Sie auch beim Zusammenbau eines gekauften Modells beachten müssen.

  • Resin ist nicht ganz ungefährlich, arbeiten Sie nur in gut gelüfteten Räumen. Tragen Sie beim Schleifen eine Staubschutzmaske.
  • Modelle aus dem Material sind empfindlicher als solche aus Spritzguss, auch bleiben große Reste vom Gießen an den Teilen, die Sie vor dem Zusammenbau entfernen müssen.
  • Beim Modellbau mit diesen Modellen werden Sie Gussteile auch mal reparieren oder biegen müssen. Rechnen Sie also mit einigem Arbeitsaufwand. Verwenden Sie hochwertige Werkzeuge, die für den Modellbau geeignet sind.

Formen für den Modellbau

  1. Nehmen Sie eine für Resin geeignete Abformmasse, denn Sie werden den Abdruck mit dem Material ausgießen müssen. Geben Sie Abformmasse in einen Holzrahmen, der so hoch ist, dass Sie das Teil, welches Sie kopieren wollen, nicht auf den Boden der Form durchdrücken. Die meisten Teile werden Sie aus mehreren Stücken zusammensetzen müssen.
  2. Diese Maschine ME 109 nahm als einsitzige Maschine sowohl am Ersten als auch am …

  3. Drücken Sie das Teil entweder ganz in die Masse, wenn Sie es in einem Stück gießen können, oder zur Hälfte. Markieren Sie die Nahtstelle, damit Sie wissen, wie weit Sie die andere Seite für das Gegenstück hineindrücken müssen.
  4. Wenn erforderlich, geben Sie nun ein Trennmittel in die Form. Das hängt von der Art der Abformmasse ab.
  5. Rühren Sie dann das Harz nach Vorschrift an und gießen Sie die Form damit aus. Warten Sie, bis die Teile gehärtet sind.

Bearbeiten der Gussteile

  1. Egal wie exakt gegossen wurde, Sie müssen nun immer die Gussbutzen oder Grate entfernen. Je nach Dicke brauchen Sie dafür eine Säge oder einen Cutter.
  2. Damit die Teile exakt zusammenpassen, müssen Sie diese an den späteren Klebeflächen abschleifen. Hier ist es meistens sinnvoll, wenn Sie Schleifpapier flach auf den Tisch legen und mit den Teilen kreisend darüber fahren. Bei kleinen Teilen werden Sie dafür aber auch die Feilen brauchen.
  3. Wenn ein Bauteil gebrochen ist, kann es sein, dass Sie dieses nicht einfach zusammenkleben können, sondern eine Art Dübel einsetzen müssen. Bohren Sie eines der Bruchstücke an. Setzen Sie Draht in das Teil, den Sie ganz knapp über der Bruchkante abknipsen. Geben Sie Farbe auf den Draht, bevor Sie das dazu passende Gegenstück schnell darauf drücken. Nun wissen Sie, wo Sie die Bohrung anbringen müssen. Setzen Sie die Teile zusammen, indem Sie einen mit Kleber beträufelten Draht einsetzen. Diese Methode ist auch geeignet, etwas anzukleben, was von einem fertigen Modell abgebrochen ist.
  4. Sollte ein Bauteil verbogen sein, dann können Sie es mithilfe eines Föhns (kein Heißluftgebläse verwenden), wieder reparieren. Erwärmen Sie das Bauteil von allen Seiten. Die kleinste Stufe reicht dabei in der Regel aus. Das Teil ist ausreichend erwärmt, wenn Sie es leicht in seine richtige Form biegen können. Danach sollten Sie es schnell abkühlen, damit es sich nicht weiter verformt. Halten Sie zu dem Zweck eine Schüssel mit kaltem Wasser bereit. Sie können das Material auch in heißem Wasser erwärmen, aber in dem Fall ist die Wärme nicht so gut zu dosieren wie mit dem Föhn.
  5. Wenn Sie die Teile so vorbereitet haben, können Sie diese zusammenkleben. Dazu benötigen Sie Sekundenkleber. Der Kleber für den Modellbau ist besser als die Baumarktware. Es gibt dünnflüssigen Kleber, der besonders gut in Spalte fließt. Wenn Sie Flächen verkleben wollen, nehmen Sie den dickflüssigen Kleber. Wenn Sie mit den Fingern am Modell kleben, wenden Sie keine Gewalt an. Unter warmem Wasser können Sie sich davon befreien. Haben Sie Geduld, das Wasser durchdringt die Haut nach und nach und unterwandert so den Kleber.
  6. Wenn Sie beim Schleifen sorgfältig vorgegangen sind, brauchen Sie keine Spalte zu verspachteln, im anderen Fall müssen Sie nun noch mit Kunstharzspachtelmasse für eine glatte Oberfläche sorgen.
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