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Rentenversicherung nur noch für Altfälle - so funktioniert es

Die frühere private Rentenversicherung funktioniert heutzutage nicht mehr, denn es gibt alternative Absicherungen. Die damals abgeschlossenen Verträge werden heute nur noch für Altfälle geführt.

Eine Absicherung der Rente ist wichtig.
Eine Absicherung der Rente ist wichtig.

Die Rentenversicherung erfährt eine Änderung

  • Als im Rahmen einiger Reformen bei verschiedenen Versicherungen Umstrukturierungen erfolgen mussten, spricht man für die alten abgeschlossenen Versicherungen von Altfällen, da hier noch alte Maßnahmen und Zeiten Bestand haben. Dass viele vor allem junge Leute damit nicht gerade einverstanden sind, ist zwar erklärlich, lässt sich jedoch nicht ändern.
  • Besonders in der Rentenversicherung kamen viele einschneidende Wirkungen zum Vorschein, als die Leute praktisch wieder in zwei Klassen aufgeteilt wurden. Wenn Sie jetzt in die Rentenversicherung einzahlen, müssen Sie mit teilweise einschneidenden Kürzungen rechnen. Eine der alten Regelungen besagt, dass derjenige, welcher 45 Versicherungsjahre nachweisen kann, ohne Abschläge in Rente gehen darf. Dieses Prinzip wird auch heute noch in einigen Sonderfällen umgesetzt, denn es sind schließlich auch schon etwas ältere Beschäftigte von der Neuregelung betroffen.

Altfälle gibt es immer weniger

  • Galt früher die Regelung der Regelaltersrente mit Vollendung des 65. Lebensjahres, so wurde die Rente auf 67 Jahre angehoben und dabei jahrgangsweise gestaffelt. Wer 1964 geboren wurde, muss schon bis zum 67. Lebensjahr arbeiten, ohne einen finanziellen Abschlag hinnehmen zu müssen. Wer früher in Rente gehen möchte, muss monatliche Abschläge in Höhe von 3 % pro Monat hinnehmen, und zwar für den Rest seines Lebens.
  • Ein weiteres Beispiel, dass Altfälle in der Rentenversicherung einen Vorzug haben, liegt in der Erwerbsunfähigkeitsrente. Hier galt der Berechnungssatz bisher bei 75 % der Regelaltersrente, nun wird die Erwerbsunfähigkeitsrente lediglich mit 50 % der zu erwartenden Regelaltersrente gezahlt. Ähnlich sieht es aus bei der Witwenrente, denn auch hier wurden unverständliche Kürzungen gesetzlich verabschiedet. Wurden bislang bei der großen Witwenrente 60% der bisherigen Bezüge gezahlt, so werden nun nur noch 50 % an Witwenrente gezahlt. Ist der Ehegatte bereits vor dem 60. Lebensjahr verstorben, so wird die Witwenrente nochmals um 10,8 % gekürzt.
  • Dies sind alles Zeichen dafür, dass immer weniger Einzahler in die Rentenkasse vorhanden sind und es die Rentenversicherung bald nur noch für die Altfälle geben wird.
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