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Rentenberater und seine Kosten - Informationen zum Rechtsanwaltsvergütungsgesetz

Im Falle einer Mandatsübernahme rechnen Rentenberater ihre Leistungen in ähnlicher Weise wie Rechtsanwälte einzeln auf der Grundlage des Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) und dem entsprechenden Vergütungsverzeichnis (VV RVG) ab. Spezielle Honorar- beziehungsweise Vergütungsvereinbarungen mit einem Festbetrag können sich als Vorteil erweisen. Zudem sind die Kosten für den Mandanten selbst bei langwierigen Verfahren planbar.

Mit Rentenberater sichern Sie maximale Rentenleistungen im Alter.
Mit Rentenberater sichern Sie maximale Rentenleistungen im Alter.

Bereits seit 2004 gibt es die Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung, bekannt unter dem Kürzel BRAGO, nicht mehr. Vielmehr wurde sie ersetzt durch das Rechtanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Was Rentenberater ihren Mandanten wie in Rechnung stellen dürfen, kann dem Vergütungsverzeichnis entnommen werden.

Kosten für Beratung beim Rentenberater regelt Rechtsanwaltsvergütungsgesetz

  • Im Vergütungsverzeichnis zum RVG ist nachzulesen, dass das Erteilen eines Rates (mündlich oder schriftlich) oder eine Auskunft als sogenannte Erstberatungsgebühr im Höchstfall 190 Euro kosten darf.
  • Kurze Beratungen und einfache Auskünfte kosten entsprechend viel weniger.Die Mittelgebühr beträgt für eine mittelschwierige Erstberatung ungefähr 100 Euro.
  • Ein in Auftrag gegebenes Verfahren beim Rentenberater zur Kontenklärung oder als Rentenantrag kostet Sie zwischen 40 und 500 Euro. Wenden Sie sich bevorzugt an Rentenberater, die Ihnen einen kostenlosen Erstkontakt oder die Verrechnung mit weiteren Verfahrensgebühren ermöglichen.

Alternative - Vergütungsvereinbarung auf Basis Fest- oder Erfolgshonorar

  • Im RVG werden jene Tätigkeiten einzeln aufgeführt, für die eine Gebühr vorgesehen ist und welche daher separat berechnet werden müssen. In der Realität hat die Stellung eines Antrages auf Feststellung eines Behindertengrades und die Beantragung einer Altersrente zum gleichen Zeitpunkt, das Entstehen von mehreren Gebühren und Auslagen zur Folge.
  • Die Abrechnung kann daher je nach Auftragsabschluss unterschiedliche Fälligkeiten enthalten. Rentenberater müssen sich einerseits an die im Vergütungsverzeichnis aufgeführten Honorare halten, andererseits können sie mit Mandanten vor der Mandatsübernahme Vergütungsvereinbarungen außerhalb des RVG abschließen.
  • Das erweist sich in vielen Fällen als günstig. Mandanten kennen einen feststehenden Betrag bereits bei Auftragserteilung. Die Kosten können sich somit nicht aufgrund besonderer Erschwernisse zuungunsten des Auftraggebers ändern. Das Risiko liegt allein beim Rentenberater.
  • Neben der Vereinbarung von Festhonoraren kann auch eine Erfolgsbeteiligung erwogen werden. Ein Erfolgshonorar wird nur dann fällig, wenn der Renteberater das Antragsziel erlangt.

Tipp: Alle Gebühren, die im Zusammenhang mit der Beauftragung von registrierten Rentenberatern entstehen, können Sie als Werbungskosten bei der Steuererklärung geltend machen.

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