- 06.09.2011 Marco Montalbano
Mit Reisespielen die Kinder bei Laune halten
- „Ich sehe was, was du nicht siehst.“ ist einer der Klassiker. Dies kann auch schon mit kleineren Kindern gespielt werden und macht auch den Erwachsenen großen Spaß. Wer an der Reihe ist, sucht sich etwas aus, das er sieht und die anderen müssen raten, was es ist. Alle Fragen sind erlaubt, geantwortet werden darf nur mit Ja oder Nein. Wer den Begriff erraten hat, kommt als Nächster dran.
- Wurmsätze bilden ist ein lustiges Spiel z.B. bei „Ich packe meinen Koffer“. Der Erste beginnt mit genau diesem Satz und sagt, was er hineinpackt, der Zweite wiederholt den Satz des Ersten und hängt einen weiteren Begriff an. Jeder der an der Reihe ist, muss den Satz und alle bisher gesagten Dinge wiederholen, bevor er eine neue Sache anhängt, die in den großen Koffer kommt. Wer sich verhaspelt oder etwas vergisst, hat verloren.
- Etwas größere Kinder können mit Papier und einem Stift „Stadt, Land, Fluss“ spielen. Wer an der Reihe ist, gibt einen Buchstaben vor, worauf alle Mitspieler jeweils eine Stadt, ein Land und einen Fluss niederschreiben müssen, die mit diesem Buchstaben beginnen. Wer möchte, kann die Vorgaben auch ändern und Begriffe wie Popstar, Tier, etc. hinzufügen. Nach jedem Durchgang sagen alle Mitspieler, was sie geschrieben haben. Miteinander zu diskutieren, ob es die gefundene Stadt etc. tatsächlich gibt, ist manchmal lustiger als das Spiel selbst. Für jede gefundene Lösung gibt es einen Punkt. Wer nach einer festgelegten Aufgabenzahl die meisten Punkte hat, hat gewonnen.
- „Schiffe versenken“ ist ein weiterer Reisespiele-Klassiker. Benötigt wird nur ein Stift und ein Stück Papier. Zuerst wird ein Koordinatensystem gezeichnet, was man auch zu Hause machen kann. Gut ist, kariertes Papier zu nehmen. Horizontal und vertikal werden einmal Zahlen und einmal Buchstaben in numerischer bzw. alphabetischer Reihenfolge geschrieben. Auch senkrecht oder waagerecht ausgerichtet wird eine vorher festgelegte Anzahl von „Schiffen“ (eingerahmte Kästchen z.B. ein 2-Kästchen-Schiff, 2 Schiffe mit 3, eins mit 5 und eines mit 6 Kästchen). Der Spieler, der an der Reihe ist, sagt z.B. „1A“ und der Gegner sagt „Treffer“ oder „Platsch“, wenn der Torpedo ins Leere trifft. Solange ein Spieler „trifft“, ist er an der Reihe. Wer zuerst alle Schiffe des Gegners versenkt hat, hat gewonnen.
- Im Spielwarenhandel gibt es Reisespiele, die Figuren zum Stecken oder mit Magnetsockeln haben und auch von den Dimensionen her für unterwegs geeignet sind. So können Sie mit einer handlichen Ausgabe von z.B. „Mensch ärger Dich nicht!“ etwas größere Kinder unterhalten.
- Kleineren Kindern, die ohne Altersgenossen reisen, können durch im Auto anzubringende Kindertische eine geeignete Spielfläche bekommen. Auf dieser können Sie, wenn Sie dies zulassen wollen, mit Knetmasse spielen oder mit Magnet-Konstruktionsbausteinen Dinge bauen.
Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten, Kinder durch Reisespiele zu unterhalten und auch dabei selbst Spaß zu haben. Sehr wichtig ist allerdings, dass bei Reisen mit dem Auto der Erwachsene, der am Steuer sitzt, sich möglichst nicht vom Fahren ablenken lässt, damit unnötige Gefahrensituationen vermieden werden. Gute Reise.