Alle Kategorien
Suche

Reisebewertungen - so könnte die Karriere als Reisejournalist gelingen

Eines der sicherlich meistangestrebten Berufsbilder im Bereich des Fachjournalismus ist das des Reisejournalisten, der mit dem Schreiben von Reisebewertungen Geld verdient. Die Vorstellung, durch das Verfassen von Reportagen im Bereich Reise und Tourismus bezahlten Urlaub machen zu können und ganz nebenbei den Lebensunterhalt zu verdienen, reizt viele. Doch wie kommt man dazu?

Wer Reisebewertungen verkaufen möchte, sollte gern verreisen.
Wer Reisebewertungen verkaufen möchte, sollte gern verreisen.

Was Sie benötigen:

  • Ausdauer
  • Fleiß
  • fachliche Bildung

So könnten Sie als Journalist mit Reisebewertungen erfolgreich sein

Ein oft gehörter Rat an alle, die Reisejournalist werden wollen, lautet: „reisen, schreiben, anbieten“. Leider ist das nicht so einfach, denn es gibt einige Dinge zu bedenken und man benötigt jede Menge Fleiß und Durchhaltevermögen. Dann könnte es klappen.

  • Es ist von großem Vorteil, eine fundierte, journalistische Ausbildung zu haben. Sie können beispielsweise Journalistik, Germanistik oder Politwissenschaften studieren und danach ein Volontariat bei der einen oder anderen Zeitung machen. So schaffen Sie eine optimale Basis für die Tätigkeit als Reisejournalist. Zwingend notwendig ist das natürlich nicht, aber es wird Ihnen erleichtern, als Journalist ernst genommen zu werden und das Schreiben „von der Pike auf“ zu lernen, was ebenfalls sehr wichtig ist - es sei denn, Sie sind ein absolutes Naturtalent.
  • Die meisten Autoren von Reisebewertungen, die Ihren Lebensunterhalt dadurch bestreiten, haben ihr Ziel in mehreren Etappen erreicht. Sie sind erst zum Journalismus gekommen und haben sich danach spezialisiert. Fangen Sie daher klein an und beginnen Sie beispielsweise damit, für eine Regionalzeitung als freier Mitarbeiter tätig zu werden. Dabei müssen Sie erst einmal nehmen, was kommt und kleine Feste oder Gemeinderatssitzungen besuchen, über die Sie anschließend schreiben. Doch diese Berufserfahrung kann Gold wert sein und Sie in den Augen eines Reisemagazins dazu legitimieren, als Reisejournalist infrage zu kommen.
  • Fast alle Reisejournalisten sind als „Freie“ tätig. Auch Sie können einfach eine Reise machen, dann darüber Reisebewertungen schreiben und diese Reisemagazinen oder auch dem Veranstalter anbieten. Sie sollten darin nicht nachlassen und es immer wieder versuchen. Schreiben Sie in und nach jedem Urlaub. Gehen Sie am besten öfter, dafür aber kürzer in Ferien. Üben Sie kontinuierlich Ihre „normale“ journalistische Tätigkeit aus, bis es mit dem Verkauf der Reisebewertungen klappt.

Sie sollten Leidenschaft besitzen und Durststrecken einkalkulieren

  • Laut der Vereinigung Deutscher Reisejournalisten e. V. liegt der Durchschnittsverdienst der Mitglieder eigentlich erschreckend niedrig. Das sollten Sie sich vor Augen halten und sich fragen, ob Sie das wirklich wollen. Wenn Sie das nicht abschrecken kann, besitzen Sie wahrscheinlich die für dieses Berufsbild so wichtige Leidenschaft. Sollten Sie diese nicht besitzen, sollten Sie versuchen, diese zu entwickeln, um auf Dauer glücklich in Ihrem Job zu werden. Denn, wenn Sie zum Beispiel eine Reise mit dicht gedrängtem Actionplan unternehmen, weil der Veranstalter, der Sie beauftragt hat, das so möchte und Sie dabei noch schreiben müssen, bleibt - zumindest manchmal - noch nicht einmal Zeit für minimale Erholung. Auch genießen kann man die Eindrücke dann manchmal nicht so richtig.
  • Machen Sie sich auf Durststrecken gefasst. Als Freier besteht sowieso immer diese Gefahr, aber vielleicht ein wenig mehr beim Reisejournalisten. Es wäre ratsam, Rücklagen zu haben oder zumindest einen Partner mit festem Gehalt.
  • Motivieren Sie sich stets, weiterzumachen. Gefragten Fachjournalisten schneien nicht selten tatsächlich in schöner Regelmäßigkeit Anfragen ins Haus, ob sie nicht Lust hätten, den einen oder anderen Bericht im Auftrag zu verfassen. Wenn Sie diesen Punkt erreichen, haben Sie es geschafft!
Teilen: