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Reimport - Definition

Der Reimport eines Kfz aus dem Ausland kann lukrativ sein. Die Definition führt über die Bewertung des Gewährleistungsrechts zu einer Einschätzung, inwieweit dieser Weg sinnvoll ist oder Risiken beinhaltet.

Gewährleistung bestimmt Risiko von Reimporten.
Gewährleistung bestimmt Risiko von Reimporten. © Lizzy_Tewordt / Pixelio

Die Preise für Neuwagen waren in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern der Europäischen Union hoch und sind es teils immer noch. Wesentlicher Grund ist der unterschiedliche Mehrwertsteuersatz.

Reimport bedeutet Export im Rückwärtsgang

  • Ein Reimport bedeutet in der Definition, dass in Deutschland gefertigte und ins Ausland exportierte Kraftfahrzeuge später wieder nach Deutschland zurückgeführt werden. Sie werden importiert oder weil sie zuvor exportiert wurden, reimportiert.
  • Kaufen Sie ein Fahrzeug, das ein deutscher Hersteller im Ausland in einer dort eingerichteten Fertigungsstätte gebaut hat, importieren Sie es lediglich. Beispielsweise sind die Neuwagenpreise für einen in USA gefertigten BMW oder Porsche in Nordamerika deutlich niedriger als in Deutschland.
  • Beachten Sie, dass die US-Preise immer Nettopreise sind, auf die der Mehrwertsteuersatz des jeweiligen Bundesstaates aufzuschlagen ist und die Transportkosten nach Deutschland das Fahrzeug so verteuern können, dass Sie es auch gleich in Deutschland kaufen könnten.

In der Definition ergibt sich die Abgrenzung

  • Von einem Parallelimport ist die Rede, wenn Fahrzeuge eines  Herstellers im Ausland zu uns importiert werden, die auch hierzulande über eine Händlerorganisation des Herstellers vertrieben werden.
  • Der Reimport kann auf unterschiedlichen Wegen vonstattengehen. Die Definition bleibt die gleiche. Als Käufer können Sie selbst das Auto im Ausland erwerben und importieren. Sie können es aber auch durch einen freien Händler aufgrund eines Vermittlungsvertrages nach Deutschland bringen lassen. Letztlich können Sie das Fahrzeug von einem Importhändler in Deutschland direkt kaufen.
  • Bei einem Reimport  müssen Sie darauf  achten, dass die Einfuhrformalitäten stimmen (Kaufvertrag, Rechnung, EU-Betriebserlaubnis, Zulassungsbescheinigungen, Serviceheft).
  • Sie sollten wissen, dass Sie bei einem Reimport in der Regel 10 Tage nach dem Kauf bei Ihrem Finanzamt die Merhwertsteuer anmelden und begleichen müssen.

Die Gewährleistung entscheidet über Ihre Zufriedenheit

  • Achten Sie auf die Gewährleistung. Gewährleistungsansprüche richten sich immer gegen den Händler. Dies bedeutet, dass Sie gegen den Händler in dessen Heimatland vorgehen und das dort gültige Recht beachten müssen. Im Übrigen gelten teils sehr unterschiedlich Garantiebedingungen.
  • Prüfen Sie also sorgfältig, ob die Gewährleistungs-  und Garantierechte bei einem Reimport in einem vernünftigen Verhältnis zu einem Kauf in Deutschland stehen. Im Idealfall kaufen Sie das Fahrzeug direkt von einem hiesigen Händler, der die Gewährleistung übernimmt.
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